Timo Kröger (MSS 11) ist einer unserer aktivsten MINT-Camp-Besucher: In diesem Schuljahr hat er sogar drei MINT-Camps besucht:
- das MINT-EC-Camp „Zukunft Werkstoffe“ an der TU Freiberg in Sachsen
- das MINT-EC-Forum „Vorhersage der Lebenserwartung mit künstlicher Intelligenz“, das online vom CAMMP („Computational And Mathematical Modeling Program“) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) veranstaltet wurde sowie
- das regionale MINT-EC-Camp „Künstliche Intelligenz“ am Rhein-Ahr-Campus in Remagen
Im folgenden Interview berichtet er über seine Erfahrungen und Erkenntnisse.
Timo, du hast gleich zwei MINT-Camps zum Thema KI gemacht. Ist das für dich ein besonders wichtiges Thema?
Ja, ich bin an dem Thema sehr interessiert, da ich generell IT interessant finde und KI in diesem Feld immer wichtiger wird.
Was waren das für Camps, an denen du teilgenommen hast?
In beiden Camps gingen darum, die Grundlagen von KI kennen zu lernen und auf praktische Weise rauszufinden, wie sie funktioniert und wie man sie einsetzen kann.
Wie liefen die Camps denn ab?
Das eine Camp war in Remagen an der Hochschule, wo wir von den Professoren Vorlesung darüber erhalten haben, wie man KI nutzen sollte. Und wir haben auch ein bisschen herumprobiert, wie man eine KI selber programmieren kann.
Außerdem haben wir in einem Rundgang über das Gelände gemacht, um die Hochschule und auch das Uni-Leben ein bisschen kennen zu lernen. Da wir alle noch nicht an einer Uni waren, war das sehr interessant für uns zu sehen, wie es da so laufen wird.
Das andere Camp wurde vom KIT organisiert und ist online abgelaufen. Wir haben uns alle in einer Videokonferenz getroffen und dann ein in einem Programm zusammen gelernt, wie eine KI programmiert wird. Anschließend wurde besprochen, wie das funktioniert und wie man es anwenden kann.
Was hast du grundsätzlich für Erfahrungen gemacht mit solchen MINT-Camps?
Für mich waren solche Camps immer sehr gut, um mit Leuten in Kontakt zu kommen, die an ähnlichen Themen interessiert sind wie ich. Es macht Spaß, sich solchen Dingen auch neben der Schule zu nähern. Man macht die Erfahrung, dass man anders auf die Themen schauen kann und viel von anderen Leuten lernen kann, die sich vielleicht noch ein bisschen mehr damit beschäftigt haben und so die Sachen besser und genauer erklären können.
Du warst ja nicht nur in Sachen KI unterwegs. Neulich warst du noch auf einem weiteren Camp, diesmal ging es um die Zukunft von Technik. Was lief da ab?
Genau, es ging bei diesem Camp um die Zukunft von Werkstoffen, vor allem um Stahl. Ich habe dort mehr drüber gelernt, wie man Stahl herstellt, wie man ihn benutzt, wie vielseitig er ist und wie viel von diesem Werkstoff gebraucht wird. Andererseits haben wir auch noch ein bisschen über andere Werkstoffe neben Stahl, gelernt, vor allem, wie sie hergestellt werden und wie sie verwendet werden.
Wir haben das Ganze aber vor allem praktisch gelernt, da wir die Prozesse an der Uni teilweise selber ausprobieren konnten, weil sie Anlagen hatten, die das Ganze in klein nachstellen. Anschließend waren wir dann noch in einem großen Stahlwerk, das in der Nähe war, wo wir uns den ganzen Prozess noch im industriellen Maßstab anschauen konnten.
Und du hast auch selber geschmiedet während des Camps?
Richtig, den Stahl, den wir an der Uni zum Ausprobieren selber hergestellt hatten, konnten wir am Ende noch schmieden – mit Hammer und Amboss. Andererseits hatten die dort aber auch etwas größere Schmiede-Geräte im industriellen Maßstab. Die durften wir leider nicht selber bedienen, aber wir durften zusehen, wie damit etwas geschmiedet wurde. Spannend waren auch die Walzen, mit denen das Stahlblech gewalzt wurde.
Vielen Dank für deine Eindrücke, Timo! Du scheinst auf den Camps ja wirklich interessante Einblicke in industrielle Prozesse gewonnen zu haben!
Fotos: MINT-EC
































