… mit Schulpreis ausgezeichnet
Dem Martinus-Gymnasium wurde im Rahmen des Landeswettbewerbs „Jugend forscht“ in Ludwigshafen wegen seines besonderen Engagements ins den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) der diesjährige Schulpreis der Hopp Foundation verliehen. Dieser Preis ist die mit 2.500 Euro höchst dotierte Auszeichnung für Schulen in Rheinland-Pfalz.
Ralf Weißenfels nahm den Preis in Ludwigshafen begeistert entgegen und führt auf die Frage nach dem Verwendungszweck des Geldes aus: „Wir haben in den letzten Jahren tatsächlich sehr viele Teams in den Jugend-forscht-Wettbewerben angemeldet, aber der Platz reicht langsam nicht mehr. Daher wollen wir jetzt einen Vorbereitungsraum in der Biologie umwidmen zu einem Schülerlabor, um einen zusätzlichen Experimentierraum zu schaffen. In dieses Projekt werden wir das Geld investieren und damit die weitere Forschung unserer Schülerinnen und Schüler fördern.“
Erfolgreich auf dem Landeswettbewerb waren auch drei Schülerinnen und Schüler des MGL:
Marie Diederich (Jg. 10) hatte im Fachbereich Biologie mit ihrem Projekt „Mikrowellen – schädlich oder nicht?“ bereits den Regionalwettbewerb in Neuwied für sich entschieden und erhielt auf dem Landeswettbewerb als Sonderpreis einen 5-tägigen Ferienkurs der Hochschule Trier. Nachdem sie zuvor schon den Einfluss von Wasser, das zuvor in der Mikrowelle erhitzt wurde, auf Pflanzen, Bakterien und Pilze nachgewiesen hatte, hatte sie zum Landeswettbewerb außerdem noch das Verhalten von Pantoffeltierchen, also tierischen Einzellern, mittels Videoanalyse in ihre Studien aufgenommen.
Tobias Klein und Philipp Kossmann (Jg. 11) wurden im Fachbereich Technik, in dem sie zuvor den Regionalwettbewerb Remagen gewonnen hatten, sogar mit dem 2. Preis auf Landesebene ausgezeichnet für ihr Projekt „Erforschung von Dämmstoffen“, bei dem sie einen selbst entwickelten Dämmstoff aus Sägespänen und Kaffeesatz auf seine Fähigkeit untersuchten, eine effektive Wärmedämmung zu erzielen. Sie hatten dazu selbst eine Messapparatur zur Bestimmung der Wärmeleitfähigkeit gebaut, deren Messwerte sich als beeindruckend präzise erwiesen, als sie sie bei einer Messung anschließend in der Abteilung Elektrotechnik der Hochschule Koblenz mit einer professionellen Apparatur erneut bestimmten. Ihr Fazit war, dass ihr selbst entwickelter Dämmstoff aus recycelten Materialien eine nachhaltige Alternative zu solchen wie Styropor darstellt und sogar eine bessere Wärmedämmung aufweist.
Vor diesem Hintergrund wurde ihnen außerdem der Sonderpreis „Ressourceneffizienz“ verliehen, außerdem dürfen sie den dreitägigen Ferienkurs „Ideen (be)greifen – von der Idee zum Produkt mit 3D-CAD, 3D-Scan, Virtual Reality und 3D-Druck“ der Hochschule Trier besuchen. Herzlichen Glückwunsch!
Unabhängig von den Preisen berichten unsere drei Jugendlichen begeistert von ihren Erfahrungen auf dem dreitägigen Landeswettbewerb in Ludwigshafen, der wie in jedem Jahr in hervorragender Weise von der BASF ausgerichtet wurde:
Marie, die bereits zum zweiten Mal dabei ist, schreibt: „In Ludwigshafen haben wir das Gelände der BASF besichtigt und ihre Arbeitsweise kennengelernt. Außerdem konnten wir uns mit den anderen Regionalsiegern austauschen und gegenseitig unsere Projekte vorstellen. Dabei hat man auch einige Leute aus dem letzten Jahr wiedergetroffen und konnte sehen, wie sich manche Projekte im Vergleich zum Vorjahr weiterentwickelt haben.“
Und Philipp führt aus: „Ich fand die Veranstaltung sehr schön und gelungen. Es war alles sehr gut organisiert bei der BASF und vor allem hat man viele Eindrücke und Ideen mitnehmen können, sowohl allgemein als auch für das eigene Projekt.
Die Vorbereitung war gut, auch wenn wir nicht all unsere Ideen und Ziele umsetzen konnten. Dafür haben wir in den Jurygesprächen nochmal viele neue Anregungen erhalten, wie wir unser Projekt noch weiterentwickeln können. Die Juroren haben aber auch betont, was schon ganz gut gelungen ist und dass das genaue Arbeiten einen großen Einfluss auf den Erfolg des Projekts hat.“
Wir hoffen, dass auch im kommenden Schuljahr wieder viele unserer Schülerinnen und Schüler bei Jugend forscht dabei sein werden, wenn es darum geht, aus Fragen Antworten zu machen. Wer möchte kann auch jetzt schon mit dem Forschen loslegen…!
Helmut Meixner