Bis vor ein paar Wochen dachte ich noch, ein Austausch ist nur Schule in einem anderen Land – doch Italien hat mich komplett überrascht!
Erasmusprogramm, Ausflüge und Führungen durch Museen – genau das stellen sich die meisten unter einem Austausch vor. Natürlich gehören Programmpunkte auch dazu, doch es ist so viel mehr als nur ein fester Ablaufplan!
Es ist eine einmalige Chance, gute Freundschaften zu schließen, neue Erfahrungen zu sammeln, zu wachsen und eine neue Kultur hautnah zu erleben.
Schon am ersten Abend wurde ich herzlich von meiner Gastfamilie empfangen und durfte meine Austauschpartnerin Carlotta kennenlernen. Obwohl wir uns kaum kannten, fühlte ich mich schnell willkommen. Die ersten Tage verbrachten die deutschen Schüler/-innen in Como und Bergamo, um die Städte kennenzulernen, und nahmen an Führungen im Seidenmuseum in Como und im Arbeiterdorf in Crespi d’Adda teil. Besonders spannend war jedoch das erste Wochenende in den Gastfamilien. Viele von uns waren nervös, da wir plötzlich ohne Frau Hanke und Frau Deppe auf uns allein gestellt waren. Doch genau diese Zeit gab uns die Möglichkeit, unsere Austauschpartner/-innen besser kennenzulernen und Teil ihres Alltags zu werden. Mit der Zeit entwickelte sich nicht nur eine Fremde zu einer neuen Freundin, sondern wir hatten auch die Möglichkeit, unsere Sprachkenntnisse zu verbessern.
Nach dem Wochenende war ein weiteres Highlight unser gemeinsamer Ausflug nach Mailand. Dort hatten wir die Möglichkeit, die Stadt mit unseren Austauschpartner/-innen zu erkunden. Zwischen beeindruckenden Gebäuden, kleinen Cafés und belebten Straßen konnten wir das italienische Stadtleben intensiver erleben. Während die anderen bei einem gemeinsamen Abendessen am Dienstag Abschied voneinander nahmen, begann für eine weitere Schülerin und mich die zweite Woche in Italien. Aufgrund der individuellen Mobilität mit Erasmus, welche zwei Wochen lang stattfand, konnten wir tiefer in den Alltag der italienischen Schüler/-innen einzutauchen und weitere Kontakte knüpfen.
Auch während der Schulzeit am Vormittag war uns vieles, aber nicht langweilig, denn wir konnten am Deutschunterricht sowie am Englischunterricht teilnehmen und in der übrigen Zeit selbst an unserem Schulstoff arbeiten, um mit unserer Klasse Schritt zu halten. Gerade die zweite Woche bietet so vielen Schüler/-innen die Möglichkeit, tiefe kulturelle Einblicke von Italien zu bekommen, und ist somit eine sehr exklusive Chance, sich selbst auf einen anderen Lebensstil einzulassen.
Am Ende kann ich nur allen raten, sich zu überwinden und an einem Austausch teilzunehmen, die Chance zu nutzen, selbstständiger zu werden und neue Menschen kennenzulernen.
Denn aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Ich würde es jederzeit wieder tun!
Lana Labonde, Stufe 10

































