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Köln im Mittelalter – Klasse 8a auf Geschichtsexkursion in die Domstadt

Die Stadt Köln war im Hoch- und Spätmittelalter die größte Stadt nördlich der Alpen und zählte damals um die 40.000 Einwohner. Obwohl im letzten Krieg zu weiten Teilen zerstört, lassen sich auch heute noch viele interessante Orte des mittelalterlichen Köln entdecken. Die Klasse 8a begab sich im Rahmen zweier Führungen auf Spurensuche. Begleitet wurde die Gruppe von Frau Schütte (Klassenlehrerin) und von Herrn Walker (Geschichtslehrer).

Die erste Führung begann neben der Kreuzblume auf der Domplatte und führte entlang römischer Baureste (Nordtor und Reste der römischen Wasserleitung) über den Rathausplatz (Rathauslaube, Ratsturm) vorbei an der romanischen Kirche Groß-Sankt-Martin bis zum ehemaligen Fischmarkt. Wir erfuhren u.a., warum Köln im Mittelalter eine so reiche Stadt war: Die Bürger profitierten vom Stapelrecht, das ihnen günstige Konditionen beim Einkauf fremder Waren sicherte, und außerdem war Köln ein gern besuchter Wallfahrtsort.

Pünktlich um 12.00 Uhr streckte uns der Platzjabeck vom Ratsturm seine Zunge heraus, während am Haus gegenüber der Kallendresser sein Hinterteil entblößte. Die kurzweilige Führung wurde von unserem Guide immer wieder aufgelockert durch kleine Anekdoten, z. B. durch die Sage vom Bürgermeister Hermann Grin, der als Löwenkämpfer auf einem Relief am Rathausbalkon abgebildet ist. Der Kampf zwischen Mensch und Tier steht metaphorisch für die politische Auseinandersetzung im Mittelalter zwischen dem Kölner Erzbischof (als Stadtherr) und den rebellischen Kölner Patriziern. Letztere gewannen im Jahr 1288 die Schlacht bei Worringen und übernahmen damit das Stadtregiment.

Die zweite Führung geleitete uns durch das Innere des Kölner Doms. Höhepunkte bildeten der Drei-Königs-Schrein sowie der Stefan-Lochner-Altar. Das Kölner Stadtwappen besteht noch heute aus drei Kronen und elf Tränen: Die elf Tränen erklären sich aus der Sankt-Ursula-Legende, die uns sehr packend beschrieben wurde.

Dank der Exkursion konnten wir viele Inhalte aus dem Geschichtsunterricht („Lebensorte im Mittelalter“) vertiefen, und die beiden Führungen haben gezeigt, dass Köln noch einiges mehr zu bieten hat als „nur“ das Schokoladenmuseum.

 

Geschichts-Workshop im Rahmen der MGL-Methodentage

Vom trockenen Sachtext zum lebendigen Schaubild(-Vortrag)

Im Rahmen der dreitägigen MGL-Methodentage standen den Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 10 und 11 verschiedene Belegungs-Angebote zur Auswahl. Frau Malottke und Herr Walker führten die Lerngruppen im Workshop Geschichte durch das Programm. Im Vordergrund stand das Ausprobieren von geeigneten Lernformen und -strategien, um das eigene Arbeiten mit Blick auf die Oberstufe effektiver zu gestalten. In einem zeitlich klar geregelten Lernprozess hatten die Schülerinnen und Schüler zunächst gezielt Informationen aus einem mehrseitigen (trockenen) Sachbuchtext (Thema: „Französische Revolution“) zu entnehmen, um diese dann in einer Kleingruppenarbeit zu bündeln. Eine eingängige Visualisierung der äußerst komplexen Inhalte und Zusammenhänge sollte am Ende der jeweiligen Teamarbeit stehen: Dafür standen den Gruppen im ersten Durchgang Stellwände zur Verfügung, in der zweiten Runde erfolgte die Visualisierung der Ergebnisse am PC. Konzentriertes und zügiges Arbeiten war ebenso gefragt wie auch die Fähigkeit arbeitsteilig vorzugehen. Aus den drei Workshops gingen sehr interessante Produkte hervor, die beispielhaft zeigen, wie „Lernen und Arbeiten mit Köpfchen“ zum Erfolg führt.

S. Walker

 

Die „Hölle von Verdun“ – 101 Jahre nach der Schlacht


Am diesjährigen Wandertag des Martinus-Gymnasiums, der am 9. Mai stattfand, fuhren ca. 60 Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe mit Herrn Walker und Frau Charlier nach Verdun. Anlass für die Exkursion in die ostfranzösische Stadt war das aktuelle Unterrichtsthema: Kriegsfront und Heimatfront im Ersten Weltkrieg.

Als wir nach einer vierstündigen Fahrt unser Ziel, die Höhen von Verdun, um ca. 10 Uhr erreicht hatten, startete unsere Führung auf dem Französischen National-Friedhof vor dem Gebeinhaus. Allein hier liegen 15.000 französische Soldaten, und Frau Hörter (Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Koblenz) berichtete uns viel Wissenswertes von der Entstehung des Gedenkortes. Auf dem Nationalfriedhof wird der Toten aller drei großen Weltreligionen gedacht: In den Reihen der Franzosen kämpften und fielen sowohl christliche und jüdische als auch muslimische Soldaten.

Martin Schulz, der Bundeskanzlerkandidat der SPD, war ebenfalls vor Ort, anlässlich des Europatages (9. Mai), und er unterhielt sich kurz mit einigen von uns. Herr Schulz ließ sich sogar für ein gemeinsames Foto mit der ganzen Gruppe gewinnen, bevor er in Begleitung eines riesigen Medientrosses weiterreiste.

Nach diesem Zusammentreffen verteilten wir Rosen auf den Soldatengräbern zum sichtbaren Ausdruck unseres Wunsches nach Versöhnung über den Gräbern. Anschließend besichtigten wir das von dem Ortsbischof einige Jahre nach der Schlacht erbaute Gebeinhaus von Douaumont, in dem die sterblichen Überreste von über 130.000 nicht identifizierten französischen und auch deutschen Soldaten beigesetzt wurden. Die angeschlossene Kapelle birgt übrigens die Grabstätte des Bischofs von Verdun, der seinerzeit auf der ganzen Welt Spendengelder sammelte, um den eindrucksvollen Mahn- und Gedenkort baulich möglich zu machen.

 

 

 

 

 

 

 



Danach führte uns die Besichtigung zu dem Fort Douaumont, vor welchem im Jahr 1916 die Schlacht auf besonders blutige Weise tobte. Herr Hörter schilderte uns den Kriegsalltag im Fort: Er ließ beispielsweise eine Stahlplatte auf dem Boden aufkommen, um die ohrenbetäubende Geräuschkulisse zu veranschaulichen, die monatelang auf die Besatzungen im Fort einwirkte. Jeden Tag gingen hunderte von Geschossen auf die Festung nieder, was für die Soldaten eine schlimme psychische Belastung gewesen sein muss. Ebenfalls klärte uns Herr Hörter auf über die grausigen Lebensbedingungen vor Ort: Das Fort war ursprünglich für 800 Mann Besatzung konzipiert worden; während der Schlacht um Verdun lebten zeitweise jedoch mehrere tausend Soldaten unter widrigsten hygienischen Bedingungen in dieser kalten und nassen Unterkunft. Gegen den äußeren Gegner wehrte sich die französische Besatzung mit einem großen Geschütz, welches man mit Muskelkraft antreiben musste. Die Schlacht in Verdun dauerte vom 21. Februar 1916 bis zum 18. Dezember 1916. Über 300.000 Soldaten starben insgesamt auf beiden Seiten. Verdun ist ein Symbol für die Sinnlosigkeit von Krieg und Gewalt zwischen den Völkern.

Die nächste Station der Führung bildete das verlassene Dorf Fleury, von dem nur noch die Kapelle zwischen den Granattrichtern, wo einmal Häuser standen, übriggeblieben ist. In ihrem heute renovierten Zustand wird sie für Trauungen und andere Feste genutzt.

Um die Führung abzurunden und alles Gehörte noch einmal Revue passieren zu lassen, besuchten wir in Kleingruppen das erst im letzten Jahr neu eröffnete Museum „Mémorial de Verdun“. Auf multimediale Weise wird der Betrachter durch die Ausstellung geleitet: Viele Bild- und Tondokumente veranschaulichen das, was sich vor 100 Jahren um Verdun kriegerisch abgespielt hat. An Einzelschicksalen wird die Dramatik des Geschehens nachvollziehbar.

Bevor die Exkursion endete, hatten wir die Möglichkeit, uns in Verdun selbst umzusehen und die Innenstadt zu erkunden. Gegen 22.00 Uhr waren wir wieder zurück in Linz und wurden vor dem MGL abgesetzt.

Insgesamt war es ein gelungener Ausflug. Die Exkursion hat viel Spaß gemacht, sie war informativ und hat den Unterrichtsgegenstand gut veranschaulicht.