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Geschichts-Workshop im Rahmen der MGL-Methodentage

Vom trockenen Sachtext zum lebendigen Schaubild(-Vortrag)

Im Rahmen der dreitägigen MGL-Methodentage standen den Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 10 und 11 verschiedene Belegungs-Angebote zur Auswahl. Frau Malottke und Herr Walker führten die Lerngruppen im Workshop Geschichte durch das Programm. Im Vordergrund stand das Ausprobieren von geeigneten Lernformen und -strategien, um das eigene Arbeiten mit Blick auf die Oberstufe effektiver zu gestalten. In einem zeitlich klar geregelten Lernprozess hatten die Schülerinnen und Schüler zunächst gezielt Informationen aus einem mehrseitigen (trockenen) Sachbuchtext (Thema: „Französische Revolution“) zu entnehmen, um diese dann in einer Kleingruppenarbeit zu bündeln. Eine eingängige Visualisierung der äußerst komplexen Inhalte und Zusammenhänge sollte am Ende der jeweiligen Teamarbeit stehen: Dafür standen den Gruppen im ersten Durchgang Stellwände zur Verfügung, in der zweiten Runde erfolgte die Visualisierung der Ergebnisse am PC. Konzentriertes und zügiges Arbeiten war ebenso gefragt wie auch die Fähigkeit arbeitsteilig vorzugehen. Aus den drei Workshops gingen sehr interessante Produkte hervor, die beispielhaft zeigen, wie „Lernen und Arbeiten mit Köpfchen“ zum Erfolg führt.

S. Walker

 

Die „Hölle von Verdun“ – 101 Jahre nach der Schlacht


Am diesjährigen Wandertag des Martinus-Gymnasiums, der am 9. Mai stattfand, fuhren ca. 60 Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe mit Herrn Walker und Frau Charlier nach Verdun. Anlass für die Exkursion in die ostfranzösische Stadt war das aktuelle Unterrichtsthema: Kriegsfront und Heimatfront im Ersten Weltkrieg.

Als wir nach einer vierstündigen Fahrt unser Ziel, die Höhen von Verdun, um ca. 10 Uhr erreicht hatten, startete unsere Führung auf dem Französischen National-Friedhof vor dem Gebeinhaus. Allein hier liegen 15.000 französische Soldaten, und Frau Hörter (Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Koblenz) berichtete uns viel Wissenswertes von der Entstehung des Gedenkortes. Auf dem Nationalfriedhof wird der Toten aller drei großen Weltreligionen gedacht: In den Reihen der Franzosen kämpften und fielen sowohl christliche und jüdische als auch muslimische Soldaten.

Martin Schulz, der Bundeskanzlerkandidat der SPD, war ebenfalls vor Ort, anlässlich des Europatages (9. Mai), und er unterhielt sich kurz mit einigen von uns. Herr Schulz ließ sich sogar für ein gemeinsames Foto mit der ganzen Gruppe gewinnen, bevor er in Begleitung eines riesigen Medientrosses weiterreiste.

Nach diesem Zusammentreffen verteilten wir Rosen auf den Soldatengräbern zum sichtbaren Ausdruck unseres Wunsches nach Versöhnung über den Gräbern. Anschließend besichtigten wir das von dem Ortsbischof einige Jahre nach der Schlacht erbaute Gebeinhaus von Douaumont, in dem die sterblichen Überreste von über 130.000 nicht identifizierten französischen und auch deutschen Soldaten beigesetzt wurden. Die angeschlossene Kapelle birgt übrigens die Grabstätte des Bischofs von Verdun, der seinerzeit auf der ganzen Welt Spendengelder sammelte, um den eindrucksvollen Mahn- und Gedenkort baulich möglich zu machen.

 

 

 

 

 

 

 



Danach führte uns die Besichtigung zu dem Fort Douaumont, vor welchem im Jahr 1916 die Schlacht auf besonders blutige Weise tobte. Herr Hörter schilderte uns den Kriegsalltag im Fort: Er ließ beispielsweise eine Stahlplatte auf dem Boden aufkommen, um die ohrenbetäubende Geräuschkulisse zu veranschaulichen, die monatelang auf die Besatzungen im Fort einwirkte. Jeden Tag gingen hunderte von Geschossen auf die Festung nieder, was für die Soldaten eine schlimme psychische Belastung gewesen sein muss. Ebenfalls klärte uns Herr Hörter auf über die grausigen Lebensbedingungen vor Ort: Das Fort war ursprünglich für 800 Mann Besatzung konzipiert worden; während der Schlacht um Verdun lebten zeitweise jedoch mehrere tausend Soldaten unter widrigsten hygienischen Bedingungen in dieser kalten und nassen Unterkunft. Gegen den äußeren Gegner wehrte sich die französische Besatzung mit einem großen Geschütz, welches man mit Muskelkraft antreiben musste. Die Schlacht in Verdun dauerte vom 21. Februar 1916 bis zum 18. Dezember 1916. Über 300.000 Soldaten starben insgesamt auf beiden Seiten. Verdun ist ein Symbol für die Sinnlosigkeit von Krieg und Gewalt zwischen den Völkern.

Die nächste Station der Führung bildete das verlassene Dorf Fleury, von dem nur noch die Kapelle zwischen den Granattrichtern, wo einmal Häuser standen, übriggeblieben ist. In ihrem heute renovierten Zustand wird sie für Trauungen und andere Feste genutzt.

Um die Führung abzurunden und alles Gehörte noch einmal Revue passieren zu lassen, besuchten wir in Kleingruppen das erst im letzten Jahr neu eröffnete Museum „Mémorial de Verdun“. Auf multimediale Weise wird der Betrachter durch die Ausstellung geleitet: Viele Bild- und Tondokumente veranschaulichen das, was sich vor 100 Jahren um Verdun kriegerisch abgespielt hat. An Einzelschicksalen wird die Dramatik des Geschehens nachvollziehbar.

Bevor die Exkursion endete, hatten wir die Möglichkeit, uns in Verdun selbst umzusehen und die Innenstadt zu erkunden. Gegen 22.00 Uhr waren wir wieder zurück in Linz und wurden vor dem MGL abgesetzt.

Insgesamt war es ein gelungener Ausflug. Die Exkursion hat viel Spaß gemacht, sie war informativ und hat den Unterrichtsgegenstand gut veranschaulicht.

 

 

 

MSS12 - 4 Tage in Rom


Anfang 2017 überraschten uns Herr Fleißner und Herr Bühler mit der Idee, im April mit dem Lateinkurs von Herrn Fleißner und dem Religionskurs von Herrn Bühler, auf freiwilliger Basis gemeinsam nach Rom zu reisen. Letztendlich fanden sich ca. 20 Schüler, die Lust und Zeit hatten, an der Reise teilzunehmen.

Am Donnerstag, den 6. April, war es dann schließlich soweit. Früh morgens machten wir uns auf den Weg zum Flughafen Köln/Bonn und warteten dort auf das Boarding.

Angekommen in Rom machten wir uns nach dem Beziehen der Zimmer in unserem Hostel ziemlich schnell auf den Weg zu einer Abendandacht. Doch so weit kam es leider nicht: Knapp zwei Kilometer vor unserem Ziel (ungefähr am Kolosseum) brach ein Unwetter über Rom aus, weswegen wir völlig durchnässt zurück zum Hostel gingen. Den Abend ließen wir dann noch (nach dem Duschen) gemeinsam in einer nicht weit entfernten Pizzeria ausklingen.

Der nächste Tag begann sehr früh. Gegen 9 Uhr trafen wir uns - diesmal bei besserem Wetter - vor dem Hostel und ließen uns von Herr Fleißner und Herr Bühler durch Rom führen. Da unsere Lehrer nicht das erste Mal in Rom waren und daher die meisten Ecken schon kannten, brauchten wir keinen Reiseführer. Die Hauptattraktion an diesem Tag war die Besichtigung des Kolosseum, wo wir jedoch aufgrund von hohem Andrang nur ungefähr 15 Minuten bleiben durften. Daraufhin besichtigten wir in Kleingruppen die schöne Altstadt von Rom. Das Highlight war hier für uns die berühmte Fontana di Trevi.

Am Tag darauf machten wir uns ähnlich früh auf den Weg zum Petersplatz, um unter Anderem Karten für den nächsten Tag zu besorgen: Sonntags war nämlich Palmsonntag, weshalb wir die Chance erhielten, den Papst zu sehen. Auf dem Petersplatz angekommen, besichtigten einige die Kuppel des Petersdoms mit einer faszinierenden Aussicht über die "Ewige Stadt", während andere sich ein weiteres mal Richtung Altstadt aufmachten. Abends luden uns unsere Lehrer zu einem gemeinsamen Abend mit ein paar Flaschen Wein bei lustigen Spielen ein.

Am Sonntag war es dann soweit: Wie wir es inzwischen schon gewohnt waren, starteten wir wieder früh Richtung Petersplatz, um dort bei fast 30°C die Papstaudienz zu sehen und zu hören. Leider war hier aufgrund der zehntausenden von Besuchern nicht sehr viel zu sehen. Daraufhin gingen wir ein letztes Mal in die Altstadt, um dort die unserer Meinung nach beste Pizza der Stadt zu essen. Zurück im Hostel mussten wir auch schon unsere Koffer holen. Gegen Nachmittag fuhren wir zurück zum Flughafen und landeten spät abends wieder am Flughafen Köln/Bonn.

Insgesamt war es eine sehr gelungene und aufschlussreiche Reise.

 

D. Kastenholz

„Kein Hass, aber auch kein Vergessen!“

Geschichtsexkursion des MGL zur „Gedenkstätte KZ Hinzert“

Im Rahmen eines Geschichtsprojektes besichtigten zwei Klassen des Linzer Martinus-Gymnasiums die Gedenkstätte Hinzert bei Trier.

Zur Zeit des Zweiten Weltkrieges existierte an diesem Ort ein „SS-Sonderlager“, in dem vor allem luxemburgische, französische und russische Gefangene des NS-Regimes unter menschenunwürdigen Verhältnissenlebten und arbeiteten. Die fünfzig Schülerinnen und Schüler informierten sich anhand konkreter Einzelschicksale über den qualvollenAlltag der Häftlinge im ehemaligen Konzentrationslager. Ungefähr 10.000 Menschen durchliefen dieses Außenlager des KZ Buchenwald.

Nachweisen lässt sich an dem Ort die brutale Ermordung von über 300 Männern, oft erfolgt durch Erschießung oder Gift-Injizierung. Die jüngsten Gefangenen in Hinzert waren 14-Jährige, die als sogenannte „Nacht-und Nebel-Häftlinge“ nach Deutschland gekommen waren. Ihre Angehörigen in Frankreich hatten keinerlei Informationen über den Verbleib der Jungen. Sie waren damals im gleichen Alter wie die sichtlich berührten Schülerinnen und Schüler aus Linz. Auf einer Gedenkplatte, die später von Überlebendenangebracht wurde, steht der Satz: „Kein Hass, aber auch kein Vergessen!“

Eine Gedenkminute für die Opfer von Terror und Gewalt rundete den mehrstündigen Aufenthalt bei der Gedenkstätte ab: Jeder Jugendliche hatte eine Rose mitgebracht und legte sie jeweils an einem der zahlreichen Grabkreuze nieder. Unterstützt wurde die Fahrt durch eine Spende der Sparkassenstiftung Linz.

Stephan Walker

 

„Nur wer den Mut hat mitzubestimmen entscheidet“


Am 25.04.2017 besuchte der ehemalige Schüler und jetzige Kandidat für den Bundestag, Martin Diedenhofen, seine alte Wirkungsstätte. Ziel der 90-minütigen Veranstaltung sollte sein, die Schülerinnen und Schüler der Klassen 10 bis 12 für mehr für Politik zu interessieren und sie zu eigenem gesellschaftspolitischen Engagement zu motivieren. Hierzu erklärte Diedenhofen, wie und warum er Politiker geworden sei und sein Studium für diese Entscheidung zurzeit ruhen lässt. Sätze wie „Ihr könnt etwas verändern“ und „Politische Bildung ist notwendig“ ließen das Publikum aufhorchen und sorgten für eine angeregte Diskussion über Jugend und Politik. Auf die Kritik eines Schülers: „die Parteien sind nicht da, wo die Jugend ist“, wusste der Referent einzugehen und machte deutlich, dass sich innerhalb der Parteien durchaus noch vieles ändern müsse, bis sie auf Augenhöhe mit den jungen Wählern seien. Auf der anderen Seite, so Diedenhofen, müssten jedoch auch die Jugendlichen den Mut haben sich einsetzen zu wollen und das Durchhaltevermögen aufbringen, für Dinge einzustehen, die für sie wichtig sind. Ein sehr gelungener Auftakt zu hoffentlich noch viel mehr politischer Diskussion.Das MGL bedankt sich ausdrücklich bei seinem ehemaligen Schüler Martin Diedenhofen.

Heike Nefigmann, 3.05.2017