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Krieg oder Frieden am Martinus- Gymnasium?

„Planspiel“ im Geschichtsunterricht

Eildepesche:

Der österreichische Thronfolger Franz Ferdinand wurde soeben in Sarajevo von serbischen Nationalisten ermordet.

Diese Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer durch die fünf Gruppenarbeitstische in N20 – Verzeihung - Länder Deutschland, Österreich- Ungarn, England, Frankreich und Russland. Dort saß gerade der Leistungskurs Geschichte der Jahrgangsstufe 12 (Fabianowski), welcher über die Probleme und Ziele ihrer jeweiligen Länder debattierte, als diese schreckliche Nachricht eintraf.

Nach einem ersten taktischen Abwarten, begann relativ schnell ein reger Briefverkehr, der hektisches Treiben bei den Botschaftern auslöste. Die Presse verbreitete mit rasender Geschwindigkeit die neuesten Entwicklungen und berichtete den Gruppen über strategische Überlegungen in den verschiedenen Ländern. Doch hier war Vorsicht geboten! Österreich- Ungarn wollte mit einer gezielten Bestechung der Presse, Russland provozieren. England reagierte teilweise mit einem Informationsstopp oder geheimen Botschafterbesuchen, die unter Umgehung der Presse weitergeleitet wurden. Frankreich hielt sich sehr lange zurück, um sich einen Überblick über die Situation zu verschaffen und Deutschland versuchte mit Hilfe neuer Bündnisse und militärischer Aufrüstung einen Krieg zu entfachen. Als Reaktion darauf begann die Presse Falschmeldungen oder Gerüchte über die betreffenden Länder zu verbreiten.

Die Spielleitung versuchte der rasenden Geschwindigkeit dieses „Spiels“ Herr zu werden. Immer wieder wurden Botschaftsbesuche beantragt bzw. wieder abgesagt, weil die Dynamik der Ereignisse und die Geschwindigkeit mit der die verschiedenen Spielgruppen agierten zum Handeln aufforderte.

Kurz vor einem vermeintlichen Kriegsausbruch wurde das „Planspiel“ nach zwei Stunden abgebrochen. Das Ergebnis dieses „Planspiels“ wurde gemeinsam interpretiert und mit dem tatsächlichen Ablauf der Julikrise 1914 verglichen.

Dem Leistungskurs hat es Spaß gemacht in dieser viel zu kurzen Zeit, selber einmal in die Rolle von Staatsmännern und-frauen zu schlüpfen und in einem vertrackten historischen Konflikt eine Lösung zu finden. Gleichzeitig hatte der Leistungskurs Geschichte eine Möglichkeit seine Methodenkompetenz mit diesem „Planspiel“ zu trainieren.

 

Steter Tropfen? – Nicht für alle!



Wasserhahn aufdrehen und schon ist es da. WASSER – jeden Tag … zum Duschen, Zähne putzen, Hände waschen, für die Toilettenspülung, zum Kochen, zum Trinken … ganz selbstverständlich.

Um mehr zum Thema „Wasser“ zu erfahren, hat das Entwicklungspolitische Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz (ELAN) mit zwei Multiplikatorengruppen in den Leistungskursen Erdkunde der 11. Jahrgangsstufe ein Projekt zum Thema Wasserdurchgeführt.

Wieviel Wasserverbrauch gibt es pro Kopf in Deutschland, Dubai oder Äthiopien? Zur Einschätzung dieser Fragen sollten wir uns in einem fiktiven Barometer aufstellen. Der Wasserverbrauch bezog sich auf den direkten Wasserverbrauch. Erstaunlich: in Deutschland liegt der Pro-Kopf-Verbrauch bei 132 Litern, in Dubai bei fast 500 Litern und in Äthiopien müssen die Menschen sich mit 30 Litern begnügen!

Warum essen wir mehr Wasser als wir trinken?Was hat meine Jeans, mein T-Shirt mit dem Verschwinden des Aralsees zu tun? Fragen über Fragen, die wir in einem kurzen Film beantwortet bekamen. Wir „kauften ein“: In unserem Einkaufskorb befanden sich Chips, Kartoffeln, Nudeln, Bananen, ein T-Shirt, eine Schokolade und ein Stück Fleisch. Nur diese Artikel enthielten 160 gefüllte Badewannen Wasser (1 Badewanne fasst 500 Liter Wasser). Man nennt ihn denindirekten oder auch virtuellen Wasserverbrauch.

In Gruppen durchliefen wir vier Stationen. Wir erfuhren dass z.B. Kinder in Afrika wegen des täglichen Wassertransports die Schule nicht regelmäßig besuchen können. Wir haben sogar einen 25 Liter Kanister in einem kurzen Parcours getragen und konnten fühlen wie schwer er ist. Außerdem konnten wir erfahren, wie wir den Wasserverbrauch von Konsumartikeln prüfen können, welche Probleme bei der Wasserversorgung einer Millionenstadt in Asien auftreten und wir haben verschmutztes Wasser durch einen selbstgebauten Filter gereinigt.

In einem Planspiel simulierten wir eine Stadtratssitzung, in der die Privatisierung der kommunalen Wasserversorgung diskutiert wurde. Vertreter der Stadtwerke, der Firma „Hydrocom“ (privater Unternehmer), einer NGO, die sich für die kommunale Wasserversorgung aussprach und einer Bürgerinitiative, welche die Übernahme der Privaten Wasserversorgung unterstützte, stellten in einer Stadtratssitzung ihre Interessen vor und diskutierten miteinander.

Wir haben viel über „Wasser“ erfahren. Auch wenn wir hier in Deutschland keine Wasserprobleme haben, reflektieren wir zukünftig sicher verstärkt unseren Wasserverbrauch, an dem wir auch indirekt beitragen, Thema: „Virtueller Wasserverbrauch“, s.o. und handeln bewusster.

11EK1 (Bach) und 11EK2 (Beissel)

 

Der Erste Weltkrieg bei Kaiserwetter - eine Exkursion nach Verdun

Am Freitag, den 23.09.16, fuhren wir, die Klassen 10a und 10c, mit unseren Klassenlehrern Herrn Waldek und Frau Deppe nach Verdun in Frankreich, um dort die Schauplätze des Ersten Weltkrieges in der Schlacht um Verdun zu besichtigten.



Um 6:00 Uhr fuhr der Bus am Gymnasium in Linz los. Unterwegs sammelten wir Herrn Schuth auf, der uns während unserer Exkursion führte und vieles erklärte. Herr Schuth arbeitet als einer von vielen Freiwilligen für den Volksbund der Deutschen Kriegsgräberfürsorge e.V. Er hat gerade sein Referendariat als Lehrer abgeschlossen – für die Fächer Sozialkunde und Geschichte.

Um ca. 10:00 Uhr kamen wir an unserer ersten Station, dem sogenannten Beinhaus von Douaumont an. In diesem imposanten Gebäude liegen ca. 130.000 nicht identifizierte französische und deutsche Soldaten. Kurz nach dem Krieg war das Gebeinhaus bis oben hin gefüllt, mittlerweile sind die Knochenhaufen durch Verwesung geschrumpft und werden irgendwann komplett zu Staub verfallen sein.

 



Neben den Knochen, die man von außen durch kleine Fenster erkennen kann, findet man im Innern des kirchenartigen Gebäudes in Stein gemeißelt viele Namen von Gefallenen.



Als nächstes „erliefen“ wir uns den Friedhof mit 15.000 Gräbern. Hier wird nicht nur der christlichen französischen Soldaten gedacht, sondern, mit eigenen Gedenkstätten, auch der muslimischen und jüdischen Soldaten, die in der französischen Armee gekämpft haben. Bevor wir den Friedhof verließen, verteilten wir an den Gräbern der gefallenen Soldaten Rosen.



Während der Schlacht um Verdun nutzte die französische Armee eine besondere Taktik: Anstatt die an der Front stationierten Soldaten bis auf den Tod kämpfen zu lassen, rief man die Truppen nach einer gewissen Zeit wieder zurück und schickte neue Soldaten an die Front.

In der Schlacht von Verdun haben deshalb ca. 2/3 der französischen Soldaten gekämpft, weshalb die Erinnerung an Verdun in den meisten französischen Familien bis heute anhält.

Wie uns Herr Schuth erklärte, war Verdun nicht nur aus taktischen Gründen, sondern vor allem wegen seiner Symbolik und Vergangenheit für die französische Regierung von großer Bedeutung. Verdun bildet(e) sozusagen das Herz Frankreichs, da hier der Vertrag von Verdun geschlossen wurde, der die Aufteilung des Reiches Ludwig des Frommen unter seinen drei Söhnen regelte. (843 n. C.)

Als nächstes besichtigten wir das Fort Douaumont. Dieses Fort bildete das größte und stärkste Werk des äußeren Fortgürtels der französischen Festung Verdun. Das Fort entstand von 1885 bis 1913 und beherbergte eine Infanteriekompagnie, Artilleristen, Teile der Pioniertruppen und Hilfskräfte, um die Versorgung von sieben Offizieren und 477 Soldaten sicherzustellen. Tatsächlich aber brachte das Fort, während der Schlacht von Verdun, der französischen Armee keinen allzu großen Vorteil ein: Aufgrund der geringen Anzahl von französischen Truppen, die im Fort Douaumont stationiert waren, konnte es bereits am 25. Februar 1916 von deutschen Truppen eingenommen werden. Während dieser deutschen Besatzungsphase herrschten im Fort Platzmangel und extrem schlechte hygienische Bedingungen, die sich auch bei der Besichtigung anhand der Schlafsäle und Sanitäranlagen erahnen ließen.

Anschließend konnten wir noch alte Schützengräben erkunden. Zuletzt fuhren wir in die an der Maas gelegene Stadt Verdun hinein, in der wir eine Stunde zu unserer freien Verfügung erhielten, um einzukaufen, etwas zu essen/trinken oder einfach nur die Stadt zu erkunden. Schließlich kamen wir um 19:45 Uhr wieder an der Schule in Linz an.

Lorenz Holl und Amon Reufels, Klasse 10A

Verdun online erkunden:

http://street360.net/france/ - 49.21294;5.43442;235.37;6.9;2.03;12;1;h;0

 

Achtung Auto des ADAC am MGL

Wie lang ist ein Bremsweg? Und wie lang ist der tatsächliche Anhalteweg mit der Reaktionszeit? Wie sitze ich richtig und sicher im Auto? Die Antworten auf diese und andere Fragen erarbeiteten die fünften Klassen des Martinus-Gymnasiums Linz zusammen mit dem ADAC beim Verkehrssicherheitstraining „Achtung Auto!“. Mit bunten Hütchen, einer großen Fahne und natürlich mit einem Auto wurden die neuen 5. Klassen vom ADAC-Fahrsicherheitstrainer Herr Melms erwartet. Gesponsert wird diese Aktion für die Schulen zudem von Opel und Michelin.

 

In spielerischen Selbstversuchen sensibilisierte er die Schülerinnen und Schüler für ihre eigene Sicherheit. Draußen auf der Straße drohe die Gefahr vor allem von Autos, wenn sie in Fahrt sind, so der ADAC-Fachmann. Dann begann er, sich mit den Kindern Schritt für Schritt typischen Situationen zu nähern. Sie sollen lernen, Unfallgefahren schneller zu erkennen und durch vorausschauendes Handeln richtig zu reagieren. Daher konnten die Schüler messen, wie lange ein Auto braucht, um anzuhalten. Wie sieht es dann auf nasser oder gar glatter Fahrbahn aus? Ebenso wurden sie eingewiesen, wie wichtig es als passiver Verkehrsteilnehmer ist – nämlich als Mitfahrer im Auto - die korrekte Sitzposition einzunehmen und richtig angeschnallt zu sein. Sonst nützt der beste Airbag nämlich gar nichts. Sicherlich die attraktivste Einheit des Morgens war es, selbst im Auto mitzufahren und eine Vollbremsung zu erleben. Weit über das Schulgelände konnte man die Bremsmanöver und das anschließende Kindergekreische hören.

 

Taizé 6.7-10.7.2016


Mitten im Endspurt des Schuljahrs machten wir uns mit 38 Schülerinnen und Schülern der MSS 11 und 12 auf nach Frankreich, um einige Tage in der Communauté de Taizé zu verbringen.

Heraus aus der Hektik und dem Konsum des Alltags, hinein in die Ruhe, Abgeschiedenheit und Einfachheit dieses Ortes, der immer wieder aufs Neue beeindruckt. Es braucht gar nicht lange, bis man sich an den Tagesablauf der Brüder mit den drei Gottesdiensten, die Bibelstunden und den Austausch in kleingruppen und das einfache Zusammenleben mit über 2000 Jugendlichen aus der ganzen Welt gewöhnt hat. Schnell wird man hineingezogen in die Faszination des gemeinsamen Singens während der Gebetszeiten, der Fröhlichkeit und Freundlichkeit der Menschen und des Friedens der in der Communauté herrscht. Wir haben neue und interessante Menschen kennengelernt und Erfahrungen gesammelt, die man nur in Taizé machen kann.

Gestärkt mit dem Wissen, dass weniger auch mehr ist, gehen wir ins neue Schuljahr und bringen ein Stückchen aus Taizé ans MGL!