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START am MGL

„START“ – vor einigen Monaten hätte ich mit diesem Wort nicht viel in Verbindung gebracht. Doch seit kurzem hat es sich so fest in meinen Alltag etabliert, dass ich mir einen einzigen Tag ohne „START“ nicht vorstellen kann. Nun, jetzt werden sich sicherlich viele fragen, was dieses „START“ bedeutet. Kurz gesagt: Es handelt sich hierbei um eine Stiftung, die jährlich Schülerstipendien an begabte und engagierte Schüler mit Migrationshintergrund vergibt.


Alles fing mit einem Schreiben meiner ehemaligen Mittelstufenleiterin Frau Dammann: Ich erhielt an einem meiner letzten Osterferientage einen Brief, in dem mir die „START-Stiftung“ vorgestellt wurde. Frau Dammann, stellvertretende Schulleiterin des Martinus-Gymnasiums, hatte mich für dieses Projekt vorgeschlagen und ich hatte etwa zwei Tage Zeit, die erforderlichen Unterlagen für die Bewerbung (u.a. ein handgeschriebener Lebenslauf, eine ausführliche Begründung meiner Bewerbung, ein gutachten meiner damaligen Klassenlehrerin Frau Charlier und noch viel mehr) im Sekretariat unserer Schule einzureichen.

Ich war anfangs sehr skeptisch und hätte nicht daran gedacht, eine der wenigen Auserwählten zu sein, die in den Genuss eines sogenannten „START-Stipendiums“ kommen. Doch nach etwa zwei langen Monaten ungeduldigen Wartens kam die unerwartete Antwort: Ich wurde zu einem Auswahlgespräch nach Mainz eingeladen! Dieses Gespräch fand am Freitag, den 06. Juni 2008 im Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur statt.

Bereits wenige Tage später erhielt ich ein Schreiben, in dem mir mitgeteilt wurde, dass ich in die „START-Stiftung“ aufgenommen worden sei.

Von dort an verlief alles ganz schnell: Am 04. September wurde ich im Rahmen eines Festakts im Mainzer Landtag offiziell bei „START“ aufgenommen und bekam meine Urkunde feierlich überreicht. Doch schon vor dieser Veranstaltung lernte ich bereits andere Stipendiaten aus ganz Deutschland kennen, da ich im Sommer an einer „START“-Sommerakademie teilgenommen habe. Darüber hinaus hatte ich die Möglichkeit, allen neu aufgenommenen Stipendiaten aus meinem Verbund (RLP, Hessen und Saarland) während eines sogenannten Kennenlerntreffens in Frankfurt zu begegnen.

 


„START“ unterstützt mich seitdem sowohl in materieller als auch in ideeller Hinsicht: Ich erhalte monatlich 100 € Bildungsgeld und habe einen Laptop mit einer kompletten PC-Grundausstattung zur Verfügung gestellt bekommen. Hinzu kommen die halbjährlich stattfindenden Bildungsseminare sowie das Jahrestreffen mit allen Stipendiaten aus ganz Deutschland und weitere Exkursionen (Museen, Theaterbesuche o.Ä). Dennoch ist dies nur ein geringer Teil von dem, was „START“ mir noch bieten wird.

Viele Menschen haben leider ein falsches Bild von Stipendien und wissen nicht, was für eine Arbeit und Leistung von uns Stipendiaten verlangt wird. Ich muss beispielsweise halbjährlich einen Bericht verfassen, in dem ich Auskunft darüber gebe, wie es mir während des letzten Schulhalbjahres ergangen ist. Hinzu kommt, dass ich nachweisen muss, wofür ich das monatliche Bildungsgeld verwendet oder ausgegeben habe.

Dennoch bin ich sehr stolz und glücklich, mich als „START“-Stipendiatin bezeichnen zu dürfen, weshalb mich diese Anforderungen überhaupt nicht belasten oder mir schwerfallen. Im Gegenteil: Ich erhalte dank „START“ eine noch stärkere Motivation und Unterstützung, was mich zu noch mehr Leistungen anspornt.

Zum Schluss möchte ich nochmals meinen großen Dank denjenigen Menschen aussprechen, die mir zu diesem Stipendium verholfen haben und mich auch weiterhin unterstützen: meine Familie, meine Freunde, das Martinus-Gymnasium, meine ehemalige Klassenlehrerin und die Schulleitung.

Danke.

Thuy-Linh, Phan