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Praktikum der Astronomie-AG: Forschungsergebnisse werden in den "Minor Planet Circulars" veröffentlicht!

Anfang Juni besuchten 18 Schülerinnen und Schüler der Astronomie-AG des MGL das Observatorium Hoher List des Argelander-Instituts für Astronomie (AIfA) der Universität Bonn, um dort ein astronomisches Forschungspraktikum zu absolvieren.

Nachdem ihnen beim ersten Versuch im vergangenen Dezember (siehe unten) das Wetter weitgehend einen Strich durch die Rechnung gemacht hatte, wurden die Teilnehmer, aufgeteilt in zwei Gruppen, am Fronleichnam-Wochenende mit vier völlig klaren Nächten belohnt.




 

Das Forschungsprogramm unter Leitung von Herrn Cordes (AIfA), Frau Schneider und Herrn Sanner bestand aus zwei Stationen: Zum Einen wurden mit dem 60cm-RC-Teleskop Serienaufnahmen eines veränderlichen Sterns gemacht, um dessen Lichtkurve bestimmen zu können, zum Anderen stand das größte Instrument des Observatoriums, das 1m-Cassegrain-Teleskop, für Positionsbestimmungen von Kometen zur Verfügung.

 



 

Die Daten von einem der drei beobachteten Kometen, C/2009 Y1 (Catalina), sind inzwischen so weit bearbeitet, dass die Resultate an das Minor Planet Center (MPC) geschickt werden konnten, wo sie in einer der nächsten Ausgaben der "Minor Planet Circulars" (Daten des MGL von der Gruppe "017 Hoher List") veröffentlicht werden: Schließlich waren die Schülerinnen und Schüler die Einzigen, die diesen Kometen exakt zu diesen Zeiten beobachteten, so dass sie einen Beitrag zur Verbesserung der Bahnbestimmung von C/2009 Y1 durch das MPC liefern konnten.

Die Helligkeit des Kometen war übrigens zum Zeitpunkt der Beobachtungen knapp 40000 Mal (!) geringer als die der schwächsten Sterne, die man mit bloßem Auge erkennen kann.

 




 

Die Teilnehmer haben mit diesen Forschungsergebnissen einen ersten Eintrag in ihrem "wissenschaftlichen Lebenslauf", ihrer Publikationsliste, errungen.

Zwischendurch blieb auch für Beobachtungen "mit eigenen Augen" - heutzutage im Astronomenalltag eher unüblich - noch Zeit: Die Schülerinnen und Schüler konnten sich mit dem Bonner Doppelrefraktor, einem über 100 Jahre alten Linsenteleskop, den Mond sowie die Planeten Venus, Mars, Jupiter, Saturn und (aus Versehen) Uranus ansehen. Höhepunkt war hierbei für die Meisten der Saturn mit seinen Ringen und Monden.

 



 

Auch tagsüber mussten die Schülerinnen und Schüler am Observatorium Verantwortung übernehmen: So musste die CCD-Kamera des 1m-Teleskops regelmäßig mit flüssigem Stickstoff versorgt werden, um die erforderliche Kühlung der CCD-Kamera auf -100°C zu gewährleisten, und einmal am Tag musste die Meteor-Kamera für die folgende Nacht vorbereitet werden. Trotzdem wurde das schöne Wetter natürlich auch zu Ausflügen zum bzw. ins Schalkenmehrener Maar genutzt.

 




 

Den Abschluss der überaus arbeits- und erfolgreichen Nächte bildete jeweils die Beobachtung des Sonnenaufgangs auf dem Gipfel des Hohen Lists, bevor die Teilnehmer und Betreuer um etwa 6 Uhr morgens (!) in die Betten fielen.

 

 



 

Astronomie-AG beim Observatorium der Uni Bonn

Seit Anfang des Schuljahres bereiteten wir uns schon in der Astronomie-AG mit Herrn Sanner darauf vor, und am 3. Dezember ging es los: Wir fuhren zum Observatorium Hoher List der Uni Bonn, um dort zwei Tage (oder besser: Nächte!) lang ein astronomisches Beobachtungspraktikum zu machen.

 

 

 


 

 

Die AG wurde für das Praktikum in zwei Hälften aufgeteilt, die erste Gruppe startete am Donnerstag, dem 3. Dezember. Leider war das Wetter für die nächsten zwei Tage sehr schlecht, so dass keine Sterne (außer der Sonne für 10 Minuten) zu sehen waren. Wir haben daher drehbare Sternkarten gebastelt, mit Archivaufnahmen die Position eines Kometen bestimmt und DVDs geschaut. Dabei wurde bemerkt: Dies ist die erste Schulfahrt, bei der wir nicht um 10 Uhr auf dem Zimmer sein müssen! Da wir selber kochen und spülen mussten, waren wir eigentlich auch außerhalb der astronomischen Arbeit gut beschäftigt.


Auch für die zweite Gruppe, die die erste am Samstag (5. Dezember) ablöste, war das Wetter in der ersten Nacht nicht gut, daher konnten wir leider nicht den Nikolaus beobachten. Der kam aber trotz des schlechten Wetters und brachte jedem einen Schokoweihnachtsmann. In der zweiten Nacht hatten wir mehr Glück und konnten bei (fast) klarem Sternenhimmel – unter anderem – den Mond, den Mars und den Saturn mit seinen Ringen und seinem Mond Titan beobachten. Montags ging es dann nach zwei sehr langen Nächten wieder nach Hause und am nächsten Tag wieder in die Schule.

Trotz des unpassenden Wetters war die Fahrt sehr spannend und interessant. Unsere Aufsichtspersonen, Herr Cordes von der Uni Bonn, Herr Sanner und Frau Schneider waren wahrscheinlich noch müder als wir, doch haben sie sich nicht allzu sehr beklagt.

Eure HoLi-Fahrer/innen