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Der Ofen ist aus

Strukturwandel im Ruhrgebiet - Exkursion der Kurse EkL1 und EkL2 der MSS11 ins Ruhrgebiet.

Am Mittwoch, d. 26.06.2013 unternahmen die Leistungskurse EkL1 von Herrn Droste und EkL2 von Herrn Ruhnau eine Exkursion ins Ruhrgebiet. Nach der zweistündigen Fahrt kamen wir endlich im Gebäude des „Regionalverband Ruhr“ in Essen an, von wo die „Ruhr-Tour“ für uns begann. Noch hatten wir alle das Bild von einem dreckigen, verrußten Ruhrgebiet vor Augen. Doch war es möglich, dass wir uns täuschten?

 


Los ging es mit der neuen Unternehmenszentrale von ThyssenKrupp. Der Konzern hat in 80 Ländern über 150.000 Beschäftigte, die jeden Tag an Problemlösungen nachhaltiger Fortschritte arbeiten. Wie man auf den Fotos sehen kann, überwältigte uns ein riesiges und attraktives Gebäude. Der ganze Komplex ThyssenKrupp Essen erstreckt sich über eine Fläche von 230 Hektar. Die Wände sind größtenteils mit Glas ausgestattet, so dass man in die einzelnen Büroräume hineinschauen konnte. Auch die Form macht einen fantastischen Eindruck auf den Betrachter. Man kann durch den würfelförmigen Bau hindurchsehen, was auf die Transparenz des Konzerns hinweisen soll. Die einzelnen Gebäude sind um eine angelegte Wasserfläche gruppiert, welche den Wandel und die Modernisierung der ohnehin hoch modernen Gebäude noch einmal mehr verdeutlichte.

Nachdem wir das Gelände des ThyssenKrupp-Konzerns besichtigt hatten, hatten wir schon ein ganz anderes Bild vor Augen. Wir setzten unsere Tour zum „Tetraeder“ nach Bottrop fort. Auch dort wurden wir von einem Highlight des Strukturwandels im Ruhrgebiet überrascht. Wir standen also nun vor einem ungefähr 50 Meter hohem Stahlgerüst, welches auf einer Berghalde erbaut wurde. Diese „Grüne Insel“ ist durch den Steinkohlebergbau entstanden. 1969-1993 wurde die Halde bis auf 65 Meter aufgeschüttet. Die Architektur-Kunst des Tetraeders wirkte einschüchternd, sodass man ein wenig Mut aufbringen musste, um auf die Aussichtsplattformen zu gelangen. Aber es lohnte sich. Oben auf einer schräg eingehangenen Plattform in 42 Metern Höhe mit einem leichten schwindelerregendem Gefühl im Bauch, erlangten wir einen atemberaubenden Blick über einen großen Teil des Ruhrgebiets.




Danach machten wir einen Zwischenstopp im CentrO in Oberhausen. Dies erfreute vor allem die Frauen unter uns. Das CentrO ist eine Shoppingmall, die amerikanischen Vorbildern nachgebaut wurde. Auf den insgesamt 119.000 m² Verkaufsfläche gibt es über 220 Geschäfte. Dies zieht jährlich rund 23 Millionen Besucher an. Doch natürlich bleibt so ein Einkaufsparadies nicht ohne Folgen: Die kleineren Geschäfte in der Umgebung leiden seit der Eröffnung 1996 erheblich an Kaufkraftverlust.

Abschließend fuhren wir nach Duisburg in den Landschaftspark Duisburg Nord, der sich auf dem Gelände einer still gelegten Zeche befindet. Der Kohlebunker für einen der Hochöfen wurde als Kletterfläche umfunktioniert. Das 1901 gegründete Werk hatte zuletzt 5 Hochöfen, die nacheinander aber alle still gelegt wurden. Zwei von fünf Hochöfen wurden schon 1968 bzw. 1970 abgerissen, zwei weitere wurden 1982 stillgelegt, so dass nur noch der erst 1973 erbaute Hochofen 5 in Betrieb blieb, dieser wurde jedoch schon zwölf Jahre später abgerissen und das Werk stillgelegt.

 




Nach einer Führung über das Gelände kehrten wir zum Bus zurück und fuhren wieder nach Linz. Es war ein sehr interessanter Tag mit vielen neuen Eindrücken. Die Meisten haben sich das Ruhrgebiet anders vorgestellt, daher waren viele positiv überrascht.

Von T. Krämer, L. Stüber, S. Inden und S. Runkel