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Geschichte wird lebendig

Am Dienstag, den 7.April 2016 entschloss sich der von der Stammkursleiterin Frau Fabianowski angepriesene "Hochleistungskurs" des Fachs Geschichte zu einer Tagesexkursion. Das Ausflugsziel hieß „Landeshauptarchiv Koblenz“. Unterstützt und begleitet wurde man von Herrn Lehmann.

Warum man sich für einen Besuch im Archiv entschied ? Neben einem von allen wohl begrüßten Tapetenwechsel ermöglicht das Archiv zudem aktiv einen unmittelbaren Bezug zu historischen Themen, historisch-politischer Bildung und in einigen Fällen auch zum eigenen Lebensumfeld. Darüber hinaus sollten auch Methoden, wie beispielsweise Recherchekompetenz oder eigenverantwortliches Lernen trainiert und weiterentwickelt werden. Dies waren die Erwartungen, die sowohl die geschichtlich interessierten Schüler als auch die Lehrerin an die Exkursion und ihr Ausflugsziel äußerten.

Die Anreise gestaltete sich bis auf leichte Komplikationen auf Grund eines verspäteten Zuges angenehm. Dementsprechend motiviert und neugierig erreichte man das „Landeshauptarchiv Koblenz“. Bereits wenige Minuten nach der Ankunft begann die Führung unter der Leitung von Frau Dr. Goebel, welche uns in die wichtigsten Bereiche des Archivs einzuführte und die große Menge an erforderlichen aber dennoch wichtigen Informationen verständlich vorzutrug, ohne dass Langeweile den Rundgang beherrschten. Hierfür wurden sowohl Schüler als auch die begleitenden Lehrer immer wieder durch Fragen eingebunden, sodass die Konzentration nicht nachließ und man möglichst viele Informationen behalten konnte. Zunächst besuchte man den Teil des Gebäudes, in welchem ein kleines Team an der Säuberung und Restaurierung von den alten und zum Teil zerstörten Quellen arbeitet. Bereits hier konnte man einen Blick auf die verschiedene Quellen, aber auch Arbeitstechniken werfen, die genutzt werden, um diese Quellen zu konservieren. Im Folgenden wurde man mit weiteren Räumlichkeiten vertraut gemacht, wie z.B. den Lagern für Pergament- und Papierquellen. In jedem dieser Lagerräume lagern tausende Tonnen Geschichte, welche ungefähr 1300 Jahre der Welt- aber primär doch der deutschen und regionalen Geschichte umfassten. Allein diese gewaltigen Datenmengen waren beeindruckend und z.T. auch unvorstellbar. Auf persönliche Fragen wurde jederzeit sofort Rücksicht genommen, sodass keine Unklarheiten blieben.

Den Höhepunkt bildete jedoch die „In-Augenschein-Nehmung“ von verschiedenen Quellen aus der Zeit der Reformation und des Dreißigjährigen Krieges u.a. aus dem Linzer Raum, die beliebig von den Schülern durchstöbert oder (wer es vollbrachte) auch gelesen werden durften. Hier wurde Geschichte für die Schüler greifbar; ein unbeschreibliches Gefühl einen Teil der Geschichte in den Händen halten zu können. Dies stellt einen Sachverhalt dar, mit welchem sogar der moderne Geschichtsunterricht unmöglich mithalten kann.

Letzten Endes wurden die Schüler und die allgemeine Erwartungshaltung nicht enttäuscht. Mit allerlei neuen Informationen, Eindrücken, Erfahrungen etc. verließen die Schüler das Gebäude. Mit großer Zufriedenheit konnte damit die Heimreise nach kurzer Freizeitgestaltung in Teilen der Koblenzer Innenstadt angetreten werden. Eventuell darf man sich nach dieser durchaus positiven Überraschung ja auch ab und an mal in Zukunft auf eine interessante und abwechslungsreiche Tagesexkursion freuen...

S. Bednarz