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MSS12 - 4 Tage in Rom


Anfang 2017 überraschten uns Herr Fleißner und Herr Bühler mit der Idee, im April mit dem Lateinkurs von Herrn Fleißner und dem Religionskurs von Herrn Bühler, auf freiwilliger Basis gemeinsam nach Rom zu reisen. Letztendlich fanden sich ca. 20 Schüler, die Lust und Zeit hatten, an der Reise teilzunehmen.

Am Donnerstag, den 6. April, war es dann schließlich soweit. Früh morgens machten wir uns auf den Weg zum Flughafen Köln/Bonn und warteten dort auf das Boarding.

Angekommen in Rom machten wir uns nach dem Beziehen der Zimmer in unserem Hostel ziemlich schnell auf den Weg zu einer Abendandacht. Doch so weit kam es leider nicht: Knapp zwei Kilometer vor unserem Ziel (ungefähr am Kolosseum) brach ein Unwetter über Rom aus, weswegen wir völlig durchnässt zurück zum Hostel gingen. Den Abend ließen wir dann noch (nach dem Duschen) gemeinsam in einer nicht weit entfernten Pizzeria ausklingen.

Der nächste Tag begann sehr früh. Gegen 9 Uhr trafen wir uns - diesmal bei besserem Wetter - vor dem Hostel und ließen uns von Herr Fleißner und Herr Bühler durch Rom führen. Da unsere Lehrer nicht das erste Mal in Rom waren und daher die meisten Ecken schon kannten, brauchten wir keinen Reiseführer. Die Hauptattraktion an diesem Tag war die Besichtigung des Kolosseum, wo wir jedoch aufgrund von hohem Andrang nur ungefähr 15 Minuten bleiben durften. Daraufhin besichtigten wir in Kleingruppen die schöne Altstadt von Rom. Das Highlight war hier für uns die berühmte Fontana di Trevi.

Am Tag darauf machten wir uns ähnlich früh auf den Weg zum Petersplatz, um unter Anderem Karten für den nächsten Tag zu besorgen: Sonntags war nämlich Palmsonntag, weshalb wir die Chance erhielten, den Papst zu sehen. Auf dem Petersplatz angekommen, besichtigten einige die Kuppel des Petersdoms mit einer faszinierenden Aussicht über die "Ewige Stadt", während andere sich ein weiteres mal Richtung Altstadt aufmachten. Abends luden uns unsere Lehrer zu einem gemeinsamen Abend mit ein paar Flaschen Wein bei lustigen Spielen ein.

Am Sonntag war es dann soweit: Wie wir es inzwischen schon gewohnt waren, starteten wir wieder früh Richtung Petersplatz, um dort bei fast 30°C die Papstaudienz zu sehen und zu hören. Leider war hier aufgrund der zehntausenden von Besuchern nicht sehr viel zu sehen. Daraufhin gingen wir ein letztes Mal in die Altstadt, um dort die unserer Meinung nach beste Pizza der Stadt zu essen. Zurück im Hostel mussten wir auch schon unsere Koffer holen. Gegen Nachmittag fuhren wir zurück zum Flughafen und landeten spät abends wieder am Flughafen Köln/Bonn.

Insgesamt war es eine sehr gelungene und aufschlussreiche Reise.

 

D. Kastenholz

„Kein Hass, aber auch kein Vergessen!“

Geschichtsexkursion des MGL zur „Gedenkstätte KZ Hinzert“

Im Rahmen eines Geschichtsprojektes besichtigten zwei Klassen des Linzer Martinus-Gymnasiums die Gedenkstätte Hinzert bei Trier.

Zur Zeit des Zweiten Weltkrieges existierte an diesem Ort ein „SS-Sonderlager“, in dem vor allem luxemburgische, französische und russische Gefangene des NS-Regimes unter menschenunwürdigen Verhältnissenlebten und arbeiteten. Die fünfzig Schülerinnen und Schüler informierten sich anhand konkreter Einzelschicksale über den qualvollenAlltag der Häftlinge im ehemaligen Konzentrationslager. Ungefähr 10.000 Menschen durchliefen dieses Außenlager des KZ Buchenwald.

Nachweisen lässt sich an dem Ort die brutale Ermordung von über 300 Männern, oft erfolgt durch Erschießung oder Gift-Injizierung. Die jüngsten Gefangenen in Hinzert waren 14-Jährige, die als sogenannte „Nacht-und Nebel-Häftlinge“ nach Deutschland gekommen waren. Ihre Angehörigen in Frankreich hatten keinerlei Informationen über den Verbleib der Jungen. Sie waren damals im gleichen Alter wie die sichtlich berührten Schülerinnen und Schüler aus Linz. Auf einer Gedenkplatte, die später von Überlebendenangebracht wurde, steht der Satz: „Kein Hass, aber auch kein Vergessen!“

Eine Gedenkminute für die Opfer von Terror und Gewalt rundete den mehrstündigen Aufenthalt bei der Gedenkstätte ab: Jeder Jugendliche hatte eine Rose mitgebracht und legte sie jeweils an einem der zahlreichen Grabkreuze nieder. Unterstützt wurde die Fahrt durch eine Spende der Sparkassenstiftung Linz.

Stephan Walker

 

„Nur wer den Mut hat mitzubestimmen entscheidet“


Am 25.04.2017 besuchte der ehemalige Schüler und jetzige Kandidat für den Bundestag, Martin Diedenhofen, seine alte Wirkungsstätte. Ziel der 90-minütigen Veranstaltung sollte sein, die Schülerinnen und Schüler der Klassen 10 bis 12 für mehr für Politik zu interessieren und sie zu eigenem gesellschaftspolitischen Engagement zu motivieren. Hierzu erklärte Diedenhofen, wie und warum er Politiker geworden sei und sein Studium für diese Entscheidung zurzeit ruhen lässt. Sätze wie „Ihr könnt etwas verändern“ und „Politische Bildung ist notwendig“ ließen das Publikum aufhorchen und sorgten für eine angeregte Diskussion über Jugend und Politik. Auf die Kritik eines Schülers: „die Parteien sind nicht da, wo die Jugend ist“, wusste der Referent einzugehen und machte deutlich, dass sich innerhalb der Parteien durchaus noch vieles ändern müsse, bis sie auf Augenhöhe mit den jungen Wählern seien. Auf der anderen Seite, so Diedenhofen, müssten jedoch auch die Jugendlichen den Mut haben sich einsetzen zu wollen und das Durchhaltevermögen aufbringen, für Dinge einzustehen, die für sie wichtig sind. Ein sehr gelungener Auftakt zu hoffentlich noch viel mehr politischer Diskussion.Das MGL bedankt sich ausdrücklich bei seinem ehemaligen Schüler Martin Diedenhofen.

Heike Nefigmann, 3.05.2017