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Mein Weg von Afghanistan zum Martinus-Gymnasium

Am 18. Mai 2017 wurde in der Muse die Ausstellung:

„Mein Weg von Afghanistan zum Martinus-Gymnasium“

eröffnet.

Das Land Afghanistan steht stellvertretend für alle Länder unserer ausländischen Schüler, die die DaZ (Deutsch als Zweitsprache) Klasse besuchen. Sie waren aufgefordert, zum Thema:

Flucht – früheres und heutiges Leben – Lernen – Schwierigkeiten – Wege und Ziele

Bilder zu malen und Texte zu gestalten. Die teils erstaunlichen, teils ergreifenden Ergebnisse sollen im Rahmen einer kleinen Feier der Schulgemeinschaft und der Öffentlichkeit gezeigt werden.

Zitate der Schülerinnen und Schüler zeigen, was hinter ihnen liegt:

Oday, 18 Jahre: Mein Leben in Syrien hat keinen Sinn mehr! Ich habe einen Freund und meinen Cousin im Krieg verloren. Niemand kann den Schmerz fühlen, den ich fühle!“.

Amro, 16 Jahre, aus Syrien: Ich froh, dass ich jetzt ohne Angst leben kann und nette Lehrer habe“.

Kasper, 15 Jahre, geboren in Polen, aufgewachsen in Irland spricht polnisch, englisch und gälisch. Er sagt: „Jedes Mal wenn ich deutsch sprechen wollte, war mein Gehirn immer zugefroren. Meine größte Angst ist, dass wenn ich versuche Deutsch zu sprechen, lacht mich jemand aus!“

Farsad, 17 Jahre, aus Afghanistan: „Als ich nach Deutschland kam, konnte ich nicht schwimmen.“ Das wäre auf der Flucht auf der Überfahrt von der Türkei nach Griechenland fast sein Verhängnis geworden, das Boot hatte ein Leck. Inzwischen hat Farsad schwimmen gelernt und keine Angst mehr vor dem Wasser: „Ich kann schwimmen, das ist sehr toll!“, sagt er stolz.

Anahita, 15 Jahre, aus Afghanistan: „Ich bin glücklich – jetzt! Ich bin angekommen!“

Die positive Stimmung überwiegt auch in dem Elfchen, das die Gruppe spontan beim Waffelbacken verfasste:

                      Schule

               Spielen – Kiosk

    Nominativ - Dativ - Akkusativ

  müde – schreiben – Stress – faul

     Freude – Spaß – Schwimmen

                coole Schule

                       MGL

„Wir freuen uns, dass ihr da seid und unser Schulleben bereichert!“, so Schulleiter Thomas Schmacke bei der Eröffnung, die Lukas Wagner und Simon Muters musikalisch begleiteten.

Die Ausstellung bleibt noch bis Ende Juni für alle Interessierten geöffnet.

 

Claudia Herzog, 22.05.2017