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100 Jahre Ende des Ersten Weltkrieges –wider das Vergessen

100 Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkrieges besuchen Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe des Martinus-Gymnasiums das Schlachtfeld von Verdun.

Die Schlacht von Verdun, welche unter anderem auch unter dem Begriff „Hölle von Verdun“ bekannt ist, stellt eine der grausamsten und verlustreichsten Schlachten des Ersten Weltkrieges dar. Allein in und um Verdun starben zwischen Februar und November 1916 hunderttausende französischer und deutscher Soldaten. Der Einsatz von Artillerie und Giftgas verwüstete ganze Landstriche dieser ostfranzösischen Region, das Landschaftsbild ist noch heute von den Zerstörungen jener Zeit gekennzeichnet. Dörfer wie z.B. Fleury, welche ausgelöscht wurden und dennoch existieren, stellen neben den unzähligen Gräbern einen stummen Zeitzeugen jener Zeit dar. Neben dem Dorf Fleury, haben die Schülerinnen und Schüler das Gebeinhaus, den französischen Nationalfriedhof und das Fort de Vaux besucht.

Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 haben sich bereits vor Beginn der Exkursion sehr intensiv mit dem Verlauf des Ersten Weltkrieges auseinandergesetzt und sich unter anderem in einem Projekt zum Thema „Weihnachtsfrieden 1914“ mit der sog. „Spieltheorie“ und dem „Gefangenendilemma“, welche aus dem Bereich der Sozialwissenschaften und der Mathematik bekannt sind, beschäftigt.

Mit Hilfe einer sog. „Fallstudie“ erhielten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9b die Möglichkeit Beispiele für eine Kooperation in Entscheidungs-und Konfrontationssituationen im Stellungskrieg zu untersuchen. Hierzu haben die Schülerinnen und Schüler Feldpostbriefe und Artikel aus der zeitgenössischen Presse analysiert. Den Berichten zufolge trafen sich die Soldaten auf verabredete Zeichen hin zwischen den Fronten, bargen gemeinsam die dort verstreut liegenden Leichen, tauschten Schnaps, Tabak, Lebensmittel und Geschenke und sangen gemeinsam Weihnachtslieder. Einige Soldaten berichteten auch von einem Fußballspiel, das im Niemandsland zwischen den Gräben ausgetragen worden sei. Von vielen militärischen Vorgesetzten wurde die Verbrüderung zeitweise toleriert, es gibt jedoch auch Berichte, dass einzelne Offiziere in ihrem Frontabschnitt keine Fraternisierung duldeten und sofort das Feuer eröffneten. Spätestens mit dem Beginn des Jahres 1915 trat man wieder in das „reguläre“ Kriegsgeschehen wieder ein.

Die Fahrt nach Verdun stellt für unsere Schülerinnen und Schüler ein besonderes Erlebnis dar, da man mit dieser Fahrt die Möglichkeit erhält „Geschichte hautnah zu erleben“.

Betreut wurde die Fahrt vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, welche diese Fahrt seit einigen Jahren an unserer Schule mitgestaltet.

 

FA, 30.4.2018