Wie funktioniert Wirtschaft?

Im folgenden berichtet unser Schüler Laser Ergin aus der MSS 12 von seinen tollen Erfahrungen beim Besuch eines MINT-EC-Camps:

Im Januar 2026 nahm ich am MINT-EC-Camp zum Thema „Management“ in Freiberg teil. Die mehrtägige Veranstaltung richtete sich an Schülerinnen und Schüler von MINT-EC-Schulen aus unterschiedlichen Regionen Deutschlands und sollte Einblicke in betriebswirtschaftliche Abläufe sowie in das Universitätsleben vermitteln.

Nach der Ankunft begann das Programm mit einer Vorstellungsrunde, bei der sich alle Teilnehmenden und die beiden Betreuerinnen kennenlernten. Anschließend begrüßte uns ein Professor und gab einen ersten Überblick über die Inhalte der kommenden Tage. Danach erkundeten wir die Stadt Freiberg bei einer Geocaching-Aktion. Am Abend bezogen wir die Jugendherberge und bereiteten dort gemeinsam das Essen zu. Die Gestaltung des Abends lag weitgehend in unserer eigenen Verantwortung. Voraussetzung war lediglich, am nächsten Morgen pünktlich und vorbereitet zu sein.

Am Dienstag starteten wir um 8 Uhr mit dem Frühstück. Danach fuhren wir mit dem Bus zur Reichen Zeche, einem zur Universität gehörenden Lehrbergwerk. Während einer Führung erhielten wir spannende Einblicke in die praktische Ausbildung und Forschung.

Um 13.15 Uhr folgte ein Vortrag über die Entwicklung von eigenen Geschäftsideen und inwiefern ein Studium dabei sinvoll sein kann. Am Nachmittag arbeiteten wir am „Tower-Game“. In Teams sollten wir einen Turm bauen, der bestimmten Anforderungen entsprach und ein Gewicht von 200 Gramm tragen konnte. Die Aufgabe verdeutlichte, wie wichtig Abstimmung, sorgfältige Planung und Kooperation in Betrieben sind. Ab 17 Uhr hatten wir Freizeit.

Der Mittwoch begann um 9 Uhr und stand im Zeichen der „Circular Economy“. Zunächst nahmen wir an einem Entscheidungsexperiment teil. Je nach gewählter Option erhielten die Teilnehmenden unterschiedliche Geldbeträge und gleichzeitig beeinflussten die Entscheidungen, wie viel in Umweltmaßnahmen investiert wurde. Am Ende erhielt eine ausgeloste Person den tatsächlich erwirtschafteten Betrag.

Nach dem Mittagessen besuchten wir die sogenannte „CAVE“, einen Raum mit mehreren Projektionsflächen, der immersive Darstellungen ermöglicht. Am Nachmittag folgte ein Planspiel zum Thema „Lieferkettenmanagement. Die einzelnen Stationen von der Produktion bis zum Endverbraucher wurden von den Gruppen übernommen. Ziel war es, die Prozesse so zu organisieren, dass die Nachfrage am Ende gedeckt werden konnte. Bereits zu Beginn zeigte sich die Bedeutung einer guten Kommunikation. Das Planspiel machte die Komplexität globaler Lieferketten deutlich. Anschließend stand uns erneut Freizeit zur Verfügung.

Am Donnerstag fand der Fakultätstag der Universität statt. Zunächst besuchten wir eine gemeinsame Veranstaltung im Hörsaal. Danach konnten wir aus verschiedenen Angeboten auswählen, etwa einem BWL-Schnupperkurs oder einem Vortrag zu Social Media Marketingstrategien. Gegen 13.45 Uhr endete das Camp offiziell und wir traten die Rückreise an.

Zusammenfassend bot das MINT-EC-Camp einen umfassenden Einblick in verschiedene Bereiche der Wirtschaft, des Managements und in das Studium an einer Universität. Neben fachlichen Aspekten wurden im Rahmen der Veranstaltung vor allem Selbstständigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Teamfähigkeit gestärkt.

Text & Bilder: Laser Ergin, MSS 12