Im März nahm ich vom 17.3. bis zum 20.3. am MINT-EC-Camp „Verhaltensbiologische Feldforschung“ im Opel Zoo in Wiesbaden teil. Meine Erfahrungen waren sehr positiv und diese möchte ich folgendem Beitrag schildern:
Mein MINT-EC-Camp startete in der Jugendherberge in direkter Nähe zum Stadtzentrum. Bereits im Bus vom Hauptbahnhof zur Jugendherberge traf ich drei weitere Teilnehmer des MINT-Camps, mit denen ich mich direkt gut verstand. Als wir dann zusammen in der Jugendherberge ankamen, lernte ich die weiteren kennen. Nach der Begrüßungsrunde gab uns ein Geschichtslehrer der gastgebenden Martin-Niemöller-Schule eine Stadtführung.
Am Mittwoch brachen wir direkt nach dem Frühstück auf zum Opel-Zoo. Dort angekommen gab uns ein Zoo-Biologe eine kurze Einführung in die biologische Verhaltensforschung, woraufhin wir uns in Kleingruppen ein Tier aussuchen und mithilfe der Zoo-eigenen Analyse-Tablets diese beobachten durften.
Ich entschied mich zusammen mit einem meiner Zimmernachbarn für die Erdmännchen, bei denen wir uns die Sozialdynamik und Hierarchie in der Gruppe anschauten, was sehr interessant war. Im Zoo lebt ein Erdmännchen mit amputiertem Schwanz, bei dem man deutlich veränderte Sozialverhältnisse erkennen konnte.
Den ersten Tag im Zoo beendeten wir mit meinem persönlichen Highlight des Camps, der Lemurenfütterung (siehe den Film unten). Wir durften mit dem Zoo-Wärter mit ins Affengehege und bekamen dort dann Obst und Gemüse, mit dem wir die Lemuren aus der Hand füttern durften. Bei der Fütterung kletterten die Lemuren teilweise sogar auf uns herum oder setzten sich auf unseren Schoß und ließen sich streicheln.
Am Mittwochabend hielten Schüler und Ehemalige der gastgebenden Schule Vorträge, sowohl über Biologie als auch andere Themen.
Am Donnerstag führten wir die Beobachtung unserer Tiere weiter und werteten die Ergebnisse aus. Wir kamen bei unseren Erdmännchen z.B. zu dem Ergebnis, dass das schwanzlose Erdmännchen sozial ausgeschlossen wird, wir beobachteten wie es sich aktiv von der Gruppe fernhielt und bei Versuchen, sich dieser zu nähern, attackiert wurde.
Am Freitagmorgen präsentierten wir abschließend dann den Bio LKs der Schule unsere Forschungsmethoden und Ergebnisse.
Besonders schön fand ich den Austausch mit netten Menschen in meinem Alter, wir hatten Leute aus allen Ecken Deutschlands, so freundete ich mich zum Beispiel mit Menschen aus Dresden, Münster, Mannheim und München an.
Auch die Zeitplanung war sehr gut, wir hatten neben den Aktivitäten auch viel Freizeit, und uns wurde generell viel Vertrauen entgegengebracht und Freiheiten gegeben.
Zusammenfassend kann ich die Teilnahme an einem solchen MINT-EC-Camp jedem nur wärmstens ans Herzlegen, da es einem die Möglichkeit gibt tolle Erfahrungen zu machen und nette gleichgesinnte Menschen aus ganz Deutschland kennenzulernen.
Text und Bilder: Dominik Meixner, MSS 12







