Erneut erzielten Schülerinnen und Schüler des Martinus-Gymnasiums bei den Regionalwettbewerben in Koblenz, Remagen, Bad Kreuznach und Neuwied großartige Erfolge, die zeigen, welch tolle MINT-Fähigkeiten in ihnen stecken.
Gleich viermal erhielten Gruppen den 1. Platz und qualifizierten sich damit für den Landeswettbewerb:
Im Fachgebiet Biologie erhielten Chiara Heger und Inga Rondot (Klasse 6b) in Neuwied diese Auszeichnung für ihr Projekt „Insulinschokolade“, bei dem sie nach einer wohlschmeckenden Alternative suchten, mit deren Hilfe Diabetiker über die Mundschleimhaut mit Insulin versorgt werden könnten. Sie erhielten für die liebevolle Gestaltung ihrer Ergebnisse und Modelle darüber hinaus den Sonderpreis für den am schönsten gestalteten Stand auf dem Wettbewerb, einen Experimentierkoffer, und vertreten das MGL auf dem Landeswettbewerb Jugend forscht Junior im April in Ingelheim.
Ebenfalls in Neuwied waren Ronja Rondot, Johanna Mielke und Lotta Rondot (MSS11, 10c, 9b) im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften am Start, wo sie die Jury mit ihrem Projekt „Nachweis eines Exoplaneten mit Amateurkamera-Ausrüstung“ überzeugten. Der Nachweis gelang und auch sie hatten tolle Modelle und Messdaten zu präsentieren, so dass sie nach ihrem 1. Platz das MGL im März auf dem Landeswettbewerb in Ludwigshafen vertreten dürfen.
Gleich zwei Projekte werden in Ludwigshafen im Fachgebiet Physik an den Start gehen: Harun Kedikoglu, Fabian Schuh und Caner Akden (Klasse 9a) erreichten beim Wettbewerb in Koblenz den ersten Platz mit ihrem Projekt „Licht bei jedem Schritt: Stromerzeugung durch Gehenergie“, bei dem sie mit einfachen Mitteln eine Bodenplatte konstruierten, die beim Betreten für einen Stromfluss sorgte, der eine LED zum Leuchten brachte. Sie erhielten außerdem den Sonderpreis Energie für ihre anwendungsrelevante Forschung.
Ihsan Kes (MSS 13) präsentierte auf dem Wettbewerb in Neuwied seine in Kooperation mit der Universität Bonn entstandene Arbeit „Untersuchung kosmischer Strahlung: Theoretische Einführung, Bau eines DIY-Myonendetektors“, mit der er die Jury wegen seiner selbst entwickelten und mit großem technischem Geschick umgesetzten Messapparatur für Elementarteilchen sowie seiner exzellenten theoretischen Aufarbeitung beeindruckte, die in einer mathematischen Beschreibung des von ihm beobachteten Phänomens gipfelte. Auch er löste damit die Fahrkarte zum Landeswettbewerb.
Etliche weitere Arbeiten erhielten einen 3. Preis und weitere Sonderpreise:
Laurin Moll, Maximilian Koch und Tobias Dehms (Klasse 9b) mit ihrem Projekt „Revolink“ im Fachgebiet Arbeitswelt, bei dem sie eine radierbare Tinte selber entwickelten.
Ronja Kröger (Klasse 9a) mit dem Projekt „Mückenbekämpfung im eigenen Garten“ im Fachgebiet Biologie, für das sie außerdem noch mit dem Sonderpreis für junge Frauen in der Forschung der ZONTA-Clubs aus Koblenz sowie mit dem einwöchigen Stipendiatenkurs am Kerchensteiner Kolleg beim Deutschen Museum in München ausgezeichnet wurde.
Marie Diederich (MSS 11) mit dem Projekt „Proteine: natürlich essen oder künstlich ergänzen?“ im Fachgebiet Biologie in Neuwied, bei dem sie untersuchte, ob der Genuss von Lebensmitteln mit zugesetzten Proteinen sinnvoll für die Ernährung ist.
Lena Schneider, Emma Asteroth und Carlotta Schäfer (Klassen 9a und 9d) mit dem Projekt „Smartes Drahtlosnetzwerk“ in Remagen im Fachgebiet Mathematik/Informatik, in dem sie ein digitales Anzeigesystem für Klassenräume entwickelten.
Tatiana Neve, Miriam Willscheid und Kyra Kronfoth (MSS 11) mit ihrem Projekt „Gebärdensprache-Übersetzer“, für das sie außerdem mit dem Sonderpreis „Elektronik, Energie- oder Informationstechnik“ sowie dem Sonderpreis für den schönsten Stand auf dem Wettbewerb in Bad Kreuznach ausgezeichnet wurden.
Roman Spitzer (MSS 13), der sich in seiner Facharbeit der „Akustik im Saxophon: Die Einflussnahme des Saxophonkörpers auf stehende Wellen“ widmete. Darüber hinaus trat er zusammen mit seiner Band „Obstschale“ beim Koblenzer Regionalwettbewerb zur musikalischen Unterstützung der Feierstunde auf.
Sophia Mende (Klasse 9b) erhielt für ihr Projekt „Hat Kresse eine Lieblingsfarbe?“, bei dem sie den Einfluss der Wellenlänge auf die Fotosyntheserate studierte, in Remagen als Sonderpreis ein Jahresabonnement der Zeitschrift Natur.
Unsere jüngsten Teilnehmer Lilli Knopp und Anton Blum (Klasse 5a) wurden für ihr Projekt „Bau eines mit solarerzeugtem Windströmen angetriebenen Segelboots“ im Fachgebiet Technik in Remagen als Sonderpreis mit einem Kosmos-Experimentierkasten ausgezeichnet.
Wir danken allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern an den Jugend forscht-Wettbewerben für ihre engagierten Forschungen, gratulieren allen Preisträgerinnen und Preisträgern zu ihrem tollen Abschneiden und drücken nun unseren neun Regionalsiegerinnen und Regionalsiegern die Daumen für die nächste Wettbewerbsrunde!
Text: Helmut Meixner
Fotos: Sascha Ditscher, Tobias Lehmann, Andreas Brodesser, Helmut Meixner
Jedes Jahr schreibt die Peter-Altmeier-Gesellschaft einen Landesschülerwettbewerb für Facharbeiten in den gemeinschaftskundlichen Fächern unter der dem Titel „Politik-Staat-Gesellschaft – Eine ausgezeichnete Arbeit“ aus .
In diesem Jahr waren sogar zwei Facharbeiten aus den Reihen unserer MSS 13 preisverdächtig.
Felicitas Walker (Betreuung durch Frau Beissel) erhält eine Ehrung und einen Geldpreis für ihre Arbeit zum Thema „Der Bausenberg – Die geologische Besonderheit in der Osteifel mit einem Ausblick auf den heutigen Naturschutz“.
Julian Jungbluth (Betreuung durch Frau Malottke) konnte mit seinem Thema „Kleine Akteure im Schatten der Supermächte – Der Einfluss Kubas und der Bündnissysteme auf den Kalten Krieg am Beispiel der Kuba-Krise“ überzeugen.
Die Preisträgerehrung fand am 6. März in Koblenz statt. Herzlichen Glückwunsch!
55000 Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland und angrenzenden Ländern nahmen am 10.02. an der Klicksafe-Unterrichtsstunde am Safer Internet Day 2026 teil und mit dabei waren auch die Klassen 9a und 9c.
Mit einer gelungenen Mischung aus interaktiven Umfragen, Experten-Interviews, Filmeinspielungen und Gruppenarbeit im Klassenraum näherten sich die Jugendlichen dem Thema KI and me. In künstlicher Beziehung und reflektierten Chancen und Probleme im eigenen Umgang mit zunehmend vermeintlich menschlich agierenden Chatbots.
Im Rahmen der landesweiten Demographiewoche Anfang November waren rund 40 Bewohnerinnen und Bewohner aus mehreren Linzer Seniorenheimen zu Gast am Martinus-Gymnasium, wo ihnen die Zirkus-AG eine bunte Show bot. Begeistert verfolgten die Seniorinnen und Senioren die Kunststücke, die die Kinder am Trapez, am Vertikaltuch oder auf den Laufbällen zeigten. Da wurden Räder geschlagen und Pyramiden gebaut, es flogen Diavolos und Flower Sticks durch die Luft.
Die Begrüßung aller Teilnehmenden lag bei unserem Schulleiter Thomas Schmacke und Frank Becker, dem Bürgermeister der Verbandsgemeinde Linz. Beide hoben das Engagement der Kinder und Jugendlichen hervor, die vielen älteren Menschen einen wundervollen Vormittag bereiteten. Aber auch für unsere Schülerinnen und Schüler war diese Veranstaltung ein tolles Event, denn sie konnten erneut ihre besonderen Fähigkeiten präsentieren und durften in die begeisterte Augen der älteren Menschen blicken. Eine wundervolle Brücke zwischen den Generationen – wir freuen uns schon auf eine Wiederholung im kommenden Jahr!
Helmut Meixner, Bilder: Joscha Wölbert (VG Linz am Rhein)
Ein sehr emotionales, musikalisch anspruchsvolles, ideenreiches, fulminantes Musical präsentierte die Musical-AG samt Band nach den Herbstferien. Wie immer war die Idee von der AG selbst entwickelt, geschrieben und inszeniert wurde das Stück von Tobias Lehmann mit Assistenz von Elena Riebartsch.
Zwei Frauen liegen nach einem Unfall im Koma – in einer Zwischenwelt auf der Schwelle zum Tod – und verhandeln mit dem „Gatekeeper“, wie es mit ihnen weitergehen wird. Der einen ist ihre Karriere sehr wichtig, sie ist aber ansonsten recht einsam, die andere lebt für ihre Familie, erlebt aber wenig Wertschätzung. In den beiden Hauptrollen glänzten schauspielerisch und gesanglich Sophie Dick und Sadia Paschke, die durch Erzählen ihrer Geschichten das Publikum für sich gewinnen mussten. Dieses machte Bekanntschaft mit wichtigen Lebenstationen der beiden, mit ihren Familien, Freunden, Sorgen und Freuden und musste schließlich abstimmen, welche der beiden Figuren die Zwischenwelt Richtung Leben bzw. Tod verlassen muss. Trotz des ethisch anspruchsvollen Themas blieb zwischendurch Raum für Auflockerung, so dass sich die Anspannung, die im höchst aufmerksamen Publik!m spürbar war, auch einmal etwas lösen konnte. Das große Ensemble, das auf der Bühne spielte, sang und tanzte, war bestens vorbereitet und agierte professionell, stets zuverlässig unterstützt von Technik, Maske und Requisite. Die Band – angewachsen auf 20 Musikerinnen und Musiker – meisterte die anspruchsvollen Arrangements mit Bravour.
Das begeisterte Publikum dankte mit Standing Ovations und ist schon gespannt auf die nächste Produktion.
Im Rahmen des Schüleraustauschs mit unserer Partnerschule I.I.S.S. Alessandro Greppi in Monticello Brianza sind vom 4. bis zum 11. November sind 15 Schülerinnen und Schüler und ihre begleitenden Lehrerinnen zu Gast in Linz. Gemeinsam mit ihren deutschen Austauschpartnerinnen und -partnern erleben sie nicht nur den deutschen Schulalltag, sondern auch ein spannendes kulturelles Programm in Linz, Köln und Bonn. Zwei weitere Schülerinnen werden eine Woche länger bleiben und einen LongTerm-Aufenthalt im Rahmen von Erasmus Plus machen. Unser Gegenbesuch in Monticello findet vom 15. bis zum 22. April statt.
Im katholischen Religionsunterricht der MSS 12 haben wir im Rahmen der Unterrichtsreihe „Christologie“ an einem kreativen Projekt gearbeitet. Dabei durften wir zwischen zwei Aufgaben wählen: Entweder das Gleichnis vom barmherzigen Samariter in Form eines Videoprojekts aktualisieren oder ein Gedicht darüber verfassen, wie Jesus heute in unserer Gesellschaft handeln würde. Bei beiden Aufträgen sollte ein Bezug zur Weihnachtszeit hergestellt werden. Unsere Ergebnisse sind alle sehr unterschiedlich ausgefallen. Alle zeigen aber, wie biblische Inhalte auf die heutige Zeit übertragen werden können.
In der abschließenden Evaluation hat unser Kurs verschiedene Meinungen zu dem Projekt geäußert:
„Wir fanden die Aufgabe sehr abwechslungsreich. So war es für uns leichter, das Gelernte kreativ zu vertiefen.“
„Ich finde, dass so ein Projekt mal etwas anderes ist. Es war schön, eine andere Sicht auf Gleichnisse zu erhalten.“
„Mich hat das Projekt in Weihnachtsstimmung versetzt. Ich mochte den Videodreh und das Schneiden hat auch großen Spaß gemacht.“
„Wir fanden es beeindruckend, wie die Menschen in Linz auf unser Projekt reagiert haben. Viele Passanten haben uns angesprochen und wollten helfen.“
Autorinnen: Caroline Grewe, Hannah Reuter, Johanna Kaminski, Dana Apel, Mina Hecken
Die Gedichte
Glaube in diesem Jetzt ist ein unruhiges Feuer, das sich im Nebel der Fragen windet und doch eine Spur aus hellem Licht hinterlässt
ein Gewebe aus alten Zeichen, das sich in das stetige Flutlicht der Gegenwart streckt und dort mit stiller Ausdauer fortwirkt
Es lebt nicht mehr nur im Gotteshaus, sondern in jenem Augenblick, in dem ein Mensch innehält und die Welt sich ihm für einen Schlag weit öffnet
Glaube in unserem Jetzt bedeutet, in einer Zeit, in der die seelische Landschaft von konkurrierenden Fragmenten moralischer Erzählungen zerrissen ist, eine Art transzendente Architektur zu erkennen, die nicht nur Halt verspricht, sondern den Mut erzwingt überhaupt Halt suchen zu wollen
Wenn Jesus Christus in diesem Gefüge hervortritt, dann nicht als bloßer kultureller Bezugspunkt, sondern als Störer und Spiegel, der den einzelnen dazu bringt, das eigene Chaos als notwendig Vorstufe von Ordnung zu begreifen
So wird seine Gegenwart eher eine stille Zumutung die weniger leitet, als verlangt, dass man sich unter der Schwere der eigenen Verantwortung neu zusammensetzt
Wenn Jesus heute wäre, nähme er sich unserer Schuld an. Jener Schuld, die uns blind macht für die Auswirkung unserer gemeinsamen Eitelkeit auf andere
Er würde uns beibringen, den blendenden Lärm des Egos zum Schweigen zu bringen und uns denen zuzuwenden, die, die lodernden Flammen der Rachsucht löschend, die Stärke besitzen uns geduldig um Hilfe zu bitten
Er würde uns lehren, den Segen von Ehrlichkeit und Wahrheit zu erkennen und in jener anspruchsvollen Haltung sich selbst wie anderen aufrichtig zuzuwenden, so dass dieser Segen in authentischen Begegnungen sichtbar würde
So würde seine Gegenwart wie ein Licht durch die dunklen Nächte schimmern, das die Welt durchdringt und uns einlädt, innezuhalten, zu teilen und die Wärme zu spüren, die aus der Nähe zueinander und aus seinem Wirken erwächst
Wenn Jesus nun heute unter uns wäre, würde er sich fragen, ob die Wahrheit einer Absicht sich in der Tat zeigt, ob das Tun, das wir wählen, unser Herz wirklich widerspiegelt und wie viel von uns selbst wir bereit sind, in jedem Moment einzubringen, um die Wärme, die wir empfangen, auch weiterzugeben
Autor: Mael Nasution
Jesus glaubt erneut Ich traf nachts einen Mann am Bahnhof, Er saß stumm auf einer Bank. Augen rot und Rücken gebeugt, Ich dachte, er sei krank. Als ich mich ihm näherte, Sah ich ihn still weinen. Ich setzte mich neben ihn und fragte: „Warum bist du so alleine?“ Er hob seinen Kopf und sah mich an, Eine Frage in seinem Gesicht. Ich sagte, „Es ist Heiligabend!“ Er sagte, „Das wusste ich nicht.“ Dann fragte ich, „Wo kommst du her?“ Er sagte nur: „Von weit entfernt…“ Sein Heimweh war ihm anzusehen, Als wäre er von einem anderen Stern. „Ich wollte mir die Welt ansehen, Außerhalb meines Heims.“ „Die Welt ist so wie immer,“ meinte ich, „Sie hält nichts vor dir geheim.“ „Doch! Ich hab‘ nur einmal weggeschaut Und alles scheint kaputt. Man hat versucht, es aufzubauen, Doch die Welt bleibt Staub und Schutt.“ Ein Schmerz breitete sich in mir aus, Ich kannte sein Gefühl genau, „Ich kann die Sterne nicht mehr sehen,“ sagte er, „Der Himmel ist zu grau.“ „Mach dir keine Sorgen, Das sind nur Wolken,“ antwortete ich. Doch er sah trotzdem hoffnungslos hinauf Und suchte nach dem Sternenlicht. „Es sind nicht nur die Sterne, Die sich vor mir verstecken. Wo ist der Frieden? Nach all diesen Jahren Sollte er sich nicht über die ganze Welt erstrecken?“ Ich starrte ihn ungläubig an, Wann war er das letzte Mal raus gegangen? Sah er nie die Nachrichten, War er in seiner eigenen, naiven Welt gefangen? „Die Welt ist nicht leicht zu überreden, Da kannst du nicht viel tun. Du bist immerhin nicht allmächtig, Ein Mensch muss sich auch ausruh’n.“ Er warf mir einen zögernden Blick zu Und zog mich in seinen naiven Bann. Denn er sagte: „Was wenn ich dir sagen würde, Dass ich sehr wohl alles kann?“ Ich lachte auf: „Wenn das so ist, Warum sitzt du hier, allein? Würde nicht jeder gern mit einem Mann, Der alles kann, befreundet sein?“ „Meine Freunde sind schon lange tot Und die Gläubigen von denen ich weiß, Tun schreckliche, verletzende Dinge, Ihre Herzen kalt wie Eis.“ Obwohl ich mich wunderte, Von welchen Gläubigen er sprach, Wollte ich ihn nicht unterbrechen, Also fragte ich nicht nach. Er sprach weiter: „Wenn man doch Menschen sagt, Woran sie glauben sollen, Würde man nicht auch für sich selbst Diesen Glauben ausführ’n wollen?“ „Ich denke, die richtigen Leute wissen, Was Glauben wirklich bedeutet. Vielleicht braucht die Welt noch etwas Zeit, Funktioniert noch nicht jetzt, noch nicht heute. Aber mit ein bisschen Hoffnung und Willen, Welche du sicherlich in dir hast, Kannst du helfen, die Puzzleteile zu finden, damit die Welt wieder zusammen passt.“ Er nickte langsam, nachdenklich. „Ich will etwas tun, etwas Gutes.“ „Okay, dann mach‘ das,“ sagte ich. „Ich weiß nur nicht mehr, was gut ist.“ Schon verwirrte mich der Mann schon wieder Mit seiner uninformierten Moral. Aber er sah so unbeholfen aus, Ganz traurig und auch schmal. „Wenn du doch alles kannst, Dann fang an Kranke zu heilen, Gib Menschen Hoffnung auf den Weg, Du kannst mit ihnen dein Brot teilen.“ „Genau das habe ich doch getan! Anscheinend hat es nichts gebracht! Menschen schlagen, reißen, töten Und sprechen trotzdem ein Gebet in der Nacht.“ „Red‘ doch nicht über Menschen, Als wären sie alle gleich! Es ist, als schaust du durch ein Fernglas Auf den kleinst-möglichen Menschen-Teich.“ Er schaute auf den Boden. Es lagerte sich ein flaues Gefühl in meinem Bauch. „Menschen sind innerlich gut,“ flüsterte er, „Das weiß ich eigentlich auch.“ Mein Bauchgefühl dehnte sich aus, Bis es schließlich aufriss, Ich hoffte nur, der Mann bemerkte nicht, Wie ich mir nervös die Lippen blutig biss. „Ich habe auch Angst, glaub‘ mir, Sogar viel zu viel. Aber die Menschheit aufzugeben? Das ist nicht mein Ziel.“ „Du hast Recht,“ sagte er, „Du gibst mir noch Hoffnung. Ich muss nun leider gehen, Doch du bleibst mir in Erinnerung.“ Mein Bauchgefühl konnte nun endlich verschwinden, Nur musste meine Neugier schnell nach eilen: „Wohin gehst du jetzt?“ Er lächelte nur: „Ich gehe nun endlich die Welt heilen.“ „Viel Erfolg dabei.“ Er schaute mir ernst in die Augen und sagte: „Du sagtest, es sei Heiligabend?“ „Ja, warum fragst du?“ „Weil ich an Heiligabend Geburtstag habe…“ „Wie alt wirst du?“ Er duckte sich. „Du wirst es mir nicht glauben, Aber ich bin ab heute 2025.“ Langsam drehte er sich um, Und ließ mich allein im Dunkeln. Ich war völlig perplex, ich hätte schwören können, Dass die Sterne wieder anfingen, zu funkeln. Einen letzten Blick ihm zuwerfend, Winkte ich ihm zu, schaute ihn ein letztes Mal an, Dann kam schon meine Bahn, ich stieg ein, und dachte mir: „Was für ein komischer, liebenswerter Mann.“
Autorinnen: Mia Frerk und Sophie Dick
Gebet an eine Sternschnuppe
In einer kalten, klaren Nacht, blickte ich hinauf zu den Sternen und habe mir dabei gedacht, ihr Licht könnte mich nicht wärmen.
Da sah ich einen hellen Schein, dessen Glühen mich entfachte, so stand ich dort ganz allein, erinnerte mich und dachte:
war da nicht schon mal ein Stern gewesen, der die Menschen zur Erleuchtung führte? Ich begann ihn als Zeichen zu lesen und merkte, dass mich der Gedanke rührte.
So sprach ich ein leises Gebet und wünschte mir vom vorbeiziehenden Kometen, dass das Licht der Welt unter uns aufgeht und er sie ändert, wie in all den Gebeten.
Er würde jede Stimme hören und sich Zeit nehmen, zu verstehen. Es würde ihn nicht stören, er würde die Menschen wirklich sehen.
Er würde sich nicht ablenken lassen, von Alltagsstress und Vorurteilen. Er würde lieben und nicht hassen und tiefe Wunden heilen.
Die Alleinsterbenden besuchen und die Einsamkeit der Tage verdrängen. Er würde es wenigstens versuchen, anders als die Menschenmengen.
Er würde sich gegen die Gesellschaft stellen und alle als gleichwertig ansehen. Die Frauen, die Kinder, die Homosexuellen, Für ihn wären sie nicht das Problem.
Er würde die moderne Kirche kritisieren, die seine Botschaft absichtlich verzerrt. Die weiter Menschen diskriminieren und absichtlich das Schweigen lehrt.
Er würde für Freiheit und Einheit sein und niemanden Sicherheit verwehren. Die Menschen von Lüge und Hetze befreien und sie zur Nächstenliebe bekehren.
Er würde denen, die in Selbstmitleid versinken, geduldig neue Hoffnung geben, so dass sie aufhören zu ertrinken und endlich anfangen zu leben.
Er würde tröstend alle Hände halten, die hilfesuchend ausgestreckt sind. Die der Jungen und der Alten, er hielte sie schützend, wie ein Kind.
Er würde seine Schöpfung betrachten und sehen, dass wir sie ausgebeutet haben. Er würde verlangen, dass wir sie mehr achten, Verantwortung ist eine der wichtigsten Gaben.
Wir erhielten als Geschenk die Welt, Die wir schützen und lieben sollten; nicht zerstören für Macht und Geld, wie es schon viele Menschen wollten.
Er würde den Leuten Glauben schenken, die aufgehört haben, an sich selbst zu glauben. Ihnen hinaushelfen aus ihren tiefen Senken, dass sie sich sehen mit anderen Augen.
Er würde jede Bombe bereuen, die in seinem Namen gefallen ist und jede Kugel verabscheuen, auch abgefeuert von einem Christ.
Er würde sich nicht verlieren im Glanz der Spiegel, der Uhren und Dekorationen. Er hätte zu all dem eine Distanz und würde sich nicht mit ihnen belohnen.
Er würde sein Hab und Gut teilen, mit denen, die wenig haben. Er würde bei ihnen verweilen, auch an ihren schlechten Tagen.
Ich würde mir wünschen, wie er zu sein, nicht wie alle anderen Menschen. Manchmal wünsch ich es mir insgeheim, manchmal muss ich mit mir selber kämpfen.
Die meisten Menschen würden ihn wohl nicht mögen, sie würden sich neidvoll mit ihm vergleichen. Sie vergleichen alles: ihr Leben, ihre Liebe, ihr Vermögen Und nie werden sie sich selber ausreichen.
Doch bräuchte er nicht um Mensch zu sein, genau wie wir Fehler und Bedauern? Braucht es nicht genau diese Pein, zum Überwinden unserer Mauern?
Können unser Wille und unser Handeln, – die Dinge, die uns menschlich machen – nicht die ganze Welt verwandeln? Zeigen sie nicht die Starken und die Schwachen?
Und all unsere Wünsche können wahr werden, wenn wir an uns glauben und zusammenschließen, dann werden wir selber die Lichter auf Erden und können gemeinsam das Leben genießen.
Und jede Krise können wir überstehen, auch wenn vieles aussichtslos erscheint. Wir müssen handeln, anstatt nur zuzusehen und das müssen wir miteinander vereint.
Am Donnerstag, den 11.09.25, war es endlich soweit und das lang ersehnte Rockkonzert fand statt.
Schon mrgens begannen wir zusammen mit Johannes Antweiler, der uns die beeindruckende Technik zur Verfügung stellte und die einzelnen Bands abmischte, die Bühne auf dem Schulhof aufzubauen. Trotz sehr schlechter Wettervoraussage hatten wir beschlossen, das Konzert nicht zu verschieben und so montierten wir fleißig die großen Lautsprecherboxen, unzählige Kabel und das Licht. Am Ende stand eine für unsere Schulverhältnisse gigantische Bühne, perfekt passend für einen Rockabend! Leider hatte aber die Wettervoraussage auch nicht gelogen, insgesamt mussten wir vier Regenschauern trotzen und die ganze Ausrüstung notdürftig mit Planen abdecken, aber das hat unsere Motivation nicht gebrochen.
Etwa gegen 18 Uhr waren die letzten Vorbereitungen abgeschlossen, gerade pünktlich für den Start des Konzerts um 19 Uhr. Über 100 Zuschauer waren gekommen und sorgten für eine Hammerstimmung, die auch durch einen weiteren Regenschauer nicht getrübt werden konnte.
Los ging es mit Benjamin Burschkies, Till Handrack, Jonas Antweiler, Isak Prangenberg und Florian Dehms, die unter anderen „Hotel California“ (Eagles) und „It’s My Life“ (Bon Jovi) spielten.
Dann legte Anton Königs eine unglaubliche Schlagzeugperformance hin und spielte insgesamt vier Songs, darunter „Break Stuff“ (Limp Bizkit) und „Unsainted“ (Slipknot).
Nach kurzer Regenpause, in der sich alle am Brezel- und Kuchenverkaufsstand der MSS13 stärken konnten, trat „Die Obstschale“ auf und coverte den Prince of Darkness mit „Crazy Train“ und die Rockband Ghost mit „Miasma“, „Squarehammer“ und „Dance Macabre“.
Darauf folgte „Timelions“ (Maximilian Koch, Tobias Dehms, Laurin Moll, Jonas Waldek) mit ihrem selbstgeschriebenen Lied „Lost in Time“ sowie „I Want It All“ (Queen), „Fallen Leaves“ (Billy Talent) und „Hysteria“ (Muse).
Abschluss des gut zweieinhalbstündigen Konzerts bildete die als „Die Iron Maidens“ bekannte Gruppe, und wie der Name schon erkennen lässt, es wurde noch einmal richtig laut. Mit „Aces High“ (Iron Maiden) und „Fear Of The Dark“ (Iron Maiden) bekamen die Zuhörer einige der besten Metallsongs aller Zeiten präsentiert und auch „Master of Puppets“ von Metallica durfte natürlich nicht fehlen.
Schließlich ging das Konzert zu Ende und alle Beteiligten waren sich einig: ein voller Erfolg, der in den nächsten Jahren wiederholt werden muss!
Vielen Dank an dieser Stelle nochmal an alle Beteiligten, die das Ganze möglich gemacht haben!
Schülerinnen und Schüler des MGL reisen nicht nur viel durch verschiedene Länder der EU – zu Gastfamilien, Partnerschulen oder EU-Institutionen – manchmal kommt auch die EU zu uns, damit die ganze Schule profitiert.
So war in den ersten Tagen des neuen Schuljahrs die Ausstellung „EU on tour – Die EU auf einen Blick“ im MGL aufgebaut, nachdem wir uns als Europaschule erfolgreich beworben hatten. Zahlreiche Klassen und Kurse aller Altersstufen erfuhren auf 6 Roll Ups Neues über Europa und die EU und konnten ihr Wissen erweitern oder vertiefen. Das zugehörige Quiz sorgte dabei für besondere Motivation. Im Anschluss an den Ausstellungsbesuch ergaben sich vielfältige Gesprächsanlässe und Möglichkeiten, am Thema weiterzuarbeiten und einige Fragen wie „Warum überhaupt EU?“, „Wie funktioniert das?“ und Was kann ich selbst eigentlich tun?“ konnten sicher geklärt werden.
Bei strahlendem Sonnenschein wurden gestern unsere 105 neuen Fünftklässlerinnen und Fünftklässler eingeschult. Herr Schmacke und Frau Kosch begrüßten Kinder und Eltern herzlich und es wurde ein buntes Programm geboten: Frau Schnabel sorgte mit dem Chor der Orientierungsstufe für die musikalische Untermalung und die Zirkus-AG zeigte einige Highlights aus dem letzten Programm. Kinder aus dem Religionskurs von Frau Schittko-Terpitz aus der sechsten Klasse führten ein kleines Theaterstück auf, in dem ein Koffer voller Fragen zum Schulanfang beantwortet wurde und gaben den Fünftklässlern gute Wünsche und einen liebevoll gestalteten Glücksstein mit auf den Weg.
Dann ging es endlich zusammen mit Lehrkräften und Paten in die Klassenräume zum Kennenlernen und die MSS13 hieß die Eltern in der Aula mit Kaffee und Keksen willkommen.
Wir wünschen allen einen guten Start am MGL!
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