+++ Schulbuchlisten für das Schuljahr 2026/27 sind bald hier verfügbar! +++

Autor: Meixner

  • MINT-Camps zu KI und Werkstoffen

    MINT-Camps zu KI und Werkstoffen

    Timo Kröger (MSS 11) ist einer unserer aktivsten MINT-Camp-Besucher: In diesem Schuljahr hat er sogar drei MINT-Camps besucht:

    • das MINT-EC-Camp „Zukunft Werkstoffe“ an der TU Freiberg in Sachsen
    • das MINT-EC-Forum „Vorhersage der Lebenserwartung mit künstlicher Intelligenz“, das online vom CAMMP („Computational And Mathematical Modeling Program“) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) veranstaltet wurde sowie
    • das regionale MINT-EC-Camp „Künstliche Intelligenz“ am Rhein-Ahr-Campus in Remagen

    Im folgenden Interview berichtet er über seine Erfahrungen und Erkenntnisse.

    Timo, du hast gleich zwei MINT-Camps zum Thema KI gemacht. Ist das für dich ein besonders wichtiges Thema?

    Ja, ich bin an dem Thema sehr interessiert, da ich generell IT interessant finde und KI in diesem Feld immer wichtiger wird.

    Was waren das für Camps, an denen du teilgenommen hast?

    In beiden Camps gingen darum, die Grundlagen von KI kennen zu lernen und auf praktische Weise rauszufinden, wie sie funktioniert und wie man sie einsetzen kann.

    Wie liefen die Camps denn ab?

    Das eine Camp war in Remagen an der Hochschule, wo wir von den Professoren Vorlesung darüber erhalten haben, wie man KI nutzen sollte. Und wir haben auch ein bisschen herumprobiert, wie man eine KI selber programmieren kann. 

    Außerdem haben wir in einem Rundgang über das Gelände gemacht, um die Hochschule und auch das Uni-Leben ein bisschen kennen zu lernen. Da wir alle noch nicht an einer Uni waren, war das sehr interessant für uns zu sehen, wie es da so laufen wird.

    Das andere Camp wurde vom KIT organisiert und ist online abgelaufen. Wir haben uns alle in einer Videokonferenz getroffen und dann ein in einem Programm zusammen gelernt, wie eine KI programmiert wird. Anschließend wurde besprochen, wie das funktioniert und wie man es anwenden kann.

    Was hast du grundsätzlich für Erfahrungen gemacht mit solchen MINT-Camps?

    Für mich waren solche Camps immer sehr gut, um mit Leuten in Kontakt zu kommen, die an ähnlichen Themen interessiert sind wie ich. Es macht Spaß, sich solchen Dingen auch neben der Schule zu nähern. Man macht die Erfahrung, dass man anders auf die Themen schauen kann und viel von anderen Leuten lernen kann, die sich vielleicht noch ein bisschen mehr damit beschäftigt haben und so die Sachen besser und genauer erklären können.

    Du warst ja nicht nur in Sachen KI unterwegs. Neulich warst du noch auf einem weiteren Camp, diesmal ging es um die Zukunft von Technik. Was lief da ab?

    Genau, es ging bei diesem Camp um die Zukunft von Werkstoffen, vor allem um Stahl. Ich habe dort mehr drüber gelernt, wie man Stahl herstellt, wie man ihn benutzt, wie vielseitig er ist und wie viel von diesem Werkstoff gebraucht wird. Andererseits haben wir auch noch ein bisschen über andere Werkstoffe neben Stahl, gelernt, vor allem, wie sie hergestellt werden und wie sie verwendet werden.

    Wir haben das Ganze aber vor allem praktisch gelernt, da wir die Prozesse an der Uni teilweise selber ausprobieren konnten, weil sie Anlagen hatten, die das Ganze in klein nachstellen. Anschließend waren wir dann noch in einem großen Stahlwerk, das in der Nähe war, wo wir uns den ganzen Prozess noch im industriellen Maßstab anschauen konnten. 

    Und du hast auch selber geschmiedet während des Camps?

    Richtig, den Stahl, den wir an der Uni zum Ausprobieren selber hergestellt hatten, konnten wir am Ende noch schmieden – mit Hammer und Amboss. Andererseits hatten die dort aber auch etwas größere Schmiede-Geräte im industriellen Maßstab. Die durften wir leider nicht selber bedienen, aber wir durften zusehen, wie damit etwas geschmiedet wurde. Spannend waren auch die Walzen, mit denen das Stahlblech gewalzt wurde.

    Vielen Dank für deine Eindrücke, Timo! Du scheinst auf den Camps ja wirklich interessante Einblicke in industrielle Prozesse gewonnen zu haben!

    Fotos: MINT-EC

  • Viele Preise beim M-Landeswettbewerb

    Viele Preise beim M-Landeswettbewerb

    Auch in diesem Jahr nahmen am MGL wieder viele Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 7 und 8 am Landeswettbewerb Mathematik teil. Von den fast 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmern erreichten neun einen dritten Platz, vier einen zweiten und ebenfalls vier sogar einen ersten Platz. Alle Preisträgerinnen und Preisträger haben sich damit für die zweite Runde im nächsten Jahr qualifiziert.

    Hr. Schmacke gratulierte allen Siegerinnen und Siegern, insbesondere natürlich denjenigen, die sogar einen ersten Platz erreicht haben: Anh Vu (7a), Mika Richarz (7c), Daria Zalesskaja (8a) und Klara Weiß (8c). Herzlichen Glückwunsch!

  • Juniorwahl ausgezählt!

    Juniorwahl ausgezählt!

    Auch dieses Jahr durften die wahlberechtigten Schülerinnen und Schüler (Jgst. 10 – Jgst. 13) wieder an einer Simulationswahl – hier an der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz – teilnehmen. Ziel des Projektes ist es dabei, Jugendliche / Erwachsene an das Thema „Wahlen und wählen“ heranzuführen.

    Viele unserer Schülerinnen und Schüler machten von ihrem Stimmrecht Gebrauch: Die Wahlbeteiligung betrug 54,69%. Hier nun das Ergebnis der Juniorwahl zur Landtagswahl in Rheinland-Pfalz:

    Die Fachschaft Sozialkunde bedankt sich beim Wahlvorstand sowie den Wahlhelfern/innen für die Organisation sowie die Auszählung der Juniorwahl (Landtagswahl in RLP, 2026). Weiterhin gilt der Dank auch den Fachschaften Mathematik (Herr Friedsam) und Informatik (Herr Rohde) für die graphische Umsetzung der Ergebnisse.

    Fachschaft Sozialkunde

    i.V. Jens Ruhnau  

  • Wie funktioniert Wirtschaft?

    Wie funktioniert Wirtschaft?

    Im folgenden berichtet unser Schüler Laser Ergin aus der MSS 12 von seinen tollen Erfahrungen beim Besuch eines MINT-EC-Camps:

    Im Januar 2026 nahm ich am MINT-EC-Camp zum Thema „Management“ in Freiberg teil. Die mehrtägige Veranstaltung richtete sich an Schülerinnen und Schüler von MINT-EC-Schulen aus unterschiedlichen Regionen Deutschlands und sollte Einblicke in betriebswirtschaftliche Abläufe sowie in das Universitätsleben vermitteln.

    Nach der Ankunft begann das Programm mit einer Vorstellungsrunde, bei der sich alle Teilnehmenden und die beiden Betreuerinnen kennenlernten. Anschließend begrüßte uns ein Professor und gab einen ersten Überblick über die Inhalte der kommenden Tage. Danach erkundeten wir die Stadt Freiberg bei einer Geocaching-Aktion. Am Abend bezogen wir die Jugendherberge und bereiteten dort gemeinsam das Essen zu. Die Gestaltung des Abends lag weitgehend in unserer eigenen Verantwortung. Voraussetzung war lediglich, am nächsten Morgen pünktlich und vorbereitet zu sein.

    Am Dienstag starteten wir um 8 Uhr mit dem Frühstück. Danach fuhren wir mit dem Bus zur Reichen Zeche, einem zur Universität gehörenden Lehrbergwerk. Während einer Führung erhielten wir spannende Einblicke in die praktische Ausbildung und Forschung.

    Um 13.15 Uhr folgte ein Vortrag über die Entwicklung von eigenen Geschäftsideen und inwiefern ein Studium dabei sinvoll sein kann. Am Nachmittag arbeiteten wir am „Tower-Game“. In Teams sollten wir einen Turm bauen, der bestimmten Anforderungen entsprach und ein Gewicht von 200 Gramm tragen konnte. Die Aufgabe verdeutlichte, wie wichtig Abstimmung, sorgfältige Planung und Kooperation in Betrieben sind. Ab 17 Uhr hatten wir Freizeit.

    Der Mittwoch begann um 9 Uhr und stand im Zeichen der „Circular Economy“. Zunächst nahmen wir an einem Entscheidungsexperiment teil. Je nach gewählter Option erhielten die Teilnehmenden unterschiedliche Geldbeträge und gleichzeitig beeinflussten die Entscheidungen, wie viel in Umweltmaßnahmen investiert wurde. Am Ende erhielt eine ausgeloste Person den tatsächlich erwirtschafteten Betrag.

    Nach dem Mittagessen besuchten wir die sogenannte „CAVE“, einen Raum mit mehreren Projektionsflächen, der immersive Darstellungen ermöglicht. Am Nachmittag folgte ein Planspiel zum Thema „Lieferkettenmanagement. Die einzelnen Stationen von der Produktion bis zum Endverbraucher wurden von den Gruppen übernommen. Ziel war es, die Prozesse so zu organisieren, dass die Nachfrage am Ende gedeckt werden konnte. Bereits zu Beginn zeigte sich die Bedeutung einer guten Kommunikation. Das Planspiel machte die Komplexität globaler Lieferketten deutlich. Anschließend stand uns erneut Freizeit zur Verfügung.

    Am Donnerstag fand der Fakultätstag der Universität statt. Zunächst besuchten wir eine gemeinsame Veranstaltung im Hörsaal. Danach konnten wir aus verschiedenen Angeboten auswählen, etwa einem BWL-Schnupperkurs oder einem Vortrag zu Social Media Marketingstrategien. Gegen 13.45 Uhr endete das Camp offiziell und wir traten die Rückreise an.

    Zusammenfassend bot das MINT-EC-Camp einen umfassenden Einblick in verschiedene Bereiche der Wirtschaft, des Managements und in das Studium an einer Universität. Neben fachlichen Aspekten wurden im Rahmen der Veranstaltung vor allem Selbstständigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Teamfähigkeit gestärkt.

    Text & Bilder: Laser Ergin, MSS 12

  • Herzliche Einladung zu „MINT am Abend“

    Herzliche Einladung zu „MINT am Abend“

    Seit letztem Sommer gehört das Martinus-Gymnasium Linz zum Kreis der MINT-EC-Schulen. Sehr viele Schülerinnen und Schüler haben auch in diesem Jahr eine Vielzahl von MINT-Projekten verwirklicht und möchten nun ihre mathematischen, technischen und naturwissenschaftlichen Forschungsarbeiten einer breiteren Öffentlichkeit präsentieren. Die Jugendlichen können mit ihren Vorträgen in einem Science Slam auch einen Publikumspreis gewinnen. 

    Unsere Schule war auch in diesem Jahr wieder mit einer ganzen Reihe von Projekten bei Jugend Forscht vertreten. Diese Arbeiten und weitere Projekte aus dem MINT-Bereich sollen bei MINT am Abend in einer unterhaltsamen Weise präsentiert werden, zum einen in Form von kurzen Vorträgen, aber auch im Rahmen einer Wissenschafts-Ausstellung.

    Alle an MINT Beteiligten des MGL hoffen auf eine rege Teilnahme an MINT am Abend. Scheuen Sie sich nicht zu kommen, auch wenn Sie bisher nur wenig Einblicke in mathematische und naturwissenschaftliche Fragestellungen hatten, die Referentinnen und Referenten werden ihre Themen für Groß und Klein allgemein verständlich präsentieren. Freuen Sie sich auf eine spannende und unterhaltsame Wissenschafts-Show, an deren Ende Sie als Publikum bestimmen, wer die Siegerin oder der Sieger im 1. Linzer Science Slam wird.

  • Tolle Leistungen bei der Mathe-Olympiade

    Tolle Leistungen bei der Mathe-Olympiade

    Nachdem in der ersten Runde der diesjährigen Mathematik-Olympiade im Herbst vergangenen Jahres 38 Schülerinnen und Schüler des MGLs teilgenommen hatten, von denen sich sage und schreibe 30 für die zweite Runde qualifiziert hatten, hieß es für diese, sich in einer dreistündigen Klausur kniffeligen Knobelaufgaben zu stellen.

    Anfang Februar war es nun soweit, dass die Urkunden für die großenteils hervorragenden Leistungen der jungen Mathematikerinnen und Mathematiker verliehen werden konnten. Unser Schulleiter Hr. Schmacke überreichte die Urkunden gemeinsam mit dem Mathematik-Fachkonferenzleiter Dr. Müller.

    Gleich 15 Schülerinnen und Schüler haben es geschafft, die 20-Punkte-Grenze auch in der zweiten Runde zu knacken. Vier Schülerinnen und Schüler (Moritz Frings und Nicklas Weber, 5d, sowie Pauline Glätzner und Linda Frömbgen, 6c) erhielten eine Anerkennung, zwei weitere sogar einen 3. Preis (Matilda Hinz, 6c, und Ihsan Kes, MSS13). Gleich vier Schülerinnen und Schüler dürften sich über einen fantastischen zweiten Platz freuen (Erik Voit, 6a, Inga Rondot und Chiara Heger, 6b, sowie Max Reufels, 6d). Am besten schnitt Oke Rörig aus der 6a ab, der sich mit 36 von 40 Punkten einen 1. Platz sicherte, eine wirklich fabelhafte Leistung! Alle Erst-, Zweit- und Drittplatzierten dürfen demnächst dann in der dritten Runde auf Landesebene antreten!

    Wir gratulieren allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern ganz herzlich und drücken denen, die für die dritte Runde nominiert wurden, die Daumen!

    Text und Bild: Helmut Meixner

  • Was hat Mathe mit dem richtigen Leben zu tun?

    Was hat Mathe mit dem richtigen Leben zu tun?

    „Wofür brauche ich das alles eigentlich?“ – Diese Standardfrage von Schülerinnen und Schülern kennt jede Mathe-Lehrkraft zu Genüge. Fünf Schülerinnen und Schülern aus dem Mathe-LK der MSS 11 und der Jahrgangsstufe 10 dürften nun im Rahmen der Mathematischen Modellierungswoche der Universität Kaiserslautern entdecken, wie hilfreich es sein kann, ein mathematisches Modell der Wirklichkeit zu entwickeln.

    Dafür verbrachten sie eine Woche gemeinsam mit anderen Schülerinnen und Schülern aus der Region in der Jugendherberge in Bad Neuenahr-Ahrweiler, in der sie in kleinen Arbeitsgruppen sehr intensiv Modelle für spannende Fragestellungen entwickelten. Lesen Sie dazu das folgende, spannende Interview mit den Jugendlichen:

    Hallo Kyra, erzähl doch mal kurz, was eure Fragestellung war.

    Kyra: Unser Projekt befasste sich mit dem Schattenwurf eines Gebäudes und unsere Fragestellung war, wie groß solche Schatten von Gebäuden werden können. Insbesondere im Sommer, wenn es sehr heiß wird, könnte man diese Schatten dazu nutzen, damit große Städte nicht überhitzt werden. Daher wollten wir schauen, ob man das optimieren kann und welchen Einfluss die Uhrzeit, die Jahreszeiten und andere Faktoren auf den Schattenwurf haben.

    Das klingt sehr spannend! Wie seid ihr an diese Aufgabe herangegangen?

    Kyra: Zunächst mussten wir den Schattenwurf irgendwie darstellen. Wir haben geplant, dies in 3-D und auch zweidimensional darzustellen. Dazu mussten wir uns mit analytischer Geometrie beschäftigen, einem Fachgebiet, das wir so noch gar nicht in der Schule behandelt haben. 

    Gab es noch weitere Fragestellungen, die euch interessiert haben?

    Kyra: Wir haben uns die Zusatzfrage gestellt, wie das mit Solarpanelen wäre, wie man die am besten installieren könnte. Auch diese werfen ja zusätzliche Schatten. 

    Wie hast du die Beschäftigung mit diesem Projekt erlebt?

    Kyra: Ich finde dieses Projekt sehr interessant. Es war schwieriger, als ich zuerst erwartet habe. Aber ich denke, wir sind trotzdem gut vorangekommen und ich habe auch vieles Neues gelernt. Ich habe viel über Faktoren gelernt, die eine so simple Sache wie einen Schatten beeinflussen können. Abgesehen von Mathe habe ich auch den Umgang mit 3-D Modellen am Rechner kennen gelernt, wie man da verschiedene Sachen aus dem echten Leben darstellen und auch vergleichen kann.

    Wie hast du die Projektarbeit während der Modellierungswoche erlebt?

    Kyra: Ich kann diese Veranstaltung nur empfehlen: Ich habe neue Leute kennengelernt und intensiv mit ihnen zusammengearbeitet. Es war auch mal was anderes als Schulprojekte, man kann Inhalte aus verschiedenen Fächern zusammenbringen und außerdem in unterschiedlichen Bereichen Neues dazu lernen.

    Worin bestand euer Projekt, Timo?

    Timo: Unsere Aufgabe hier war es, ein Modell zu erstellen, mit dem wir die Ausbreitung eines Virus über die Erde simulieren und berechnen können. Um das modellieren zu können, haben wir im Prinzip Faktoren ermittelt, die beeinflussen, wie viele Menschen sich neu infizieren, wie viele Infizierte es zu unterschiedlichen Zeitpunkten gibt, wie viele wieder genesen oder sterben, usw.

    Wie habt ihr dann mit diesen Faktoren weitergearbeitet?

    Timo: Damit haben wir Funktionen entwickelt, die beschreiben, wie sich die Infektionsraten entwickeln. Das Ganze haben wir in Excel eingearbeitet, so dass wir die Entwicklung in Graphen darstellen lassen konnten. Damit könnte man auch verschiedene Szenarien durchspielen und Prognosen ableiten.

    Wie seid ihr bei eurer Projektentwicklung vorgegangen?

    Timo: Anfangs mussten wir lange darüber nachdenken, wie wir überhaupt an die Aufgabenstellung rangehen sollen. Das war eine sehr gute Übung, wie wir unser Wissen aus unterschiedlichen Bereichen zusammensetzen können, um damit ein funktionsfähiges Modell zu erreichen.

    Tymur, ihr habt euch mit der Entstehung von Staus auf Autobahnen befasst und dafür ein Modell entwickelt. Was das einfach?

    Tymur: Nein, zunächst haben wir mit einem schrecklichen Modell angefangen, das ganz falsch war und die Realität nicht gut abgebildet hat. Wir haben ein bisschen Zeit verloren. Aber danach habe ich im Internet etwas über das Nagel-Schreckenberg-Modell gelesen. Das hat sehr geholfen und wir konnten ein deutlich besseres Modell für die Entstehung von Staus entwickeln.

    Was hat dir die Teilnahme an der Modellierungswoche gebracht?

    Tymur: Ich habe dabei sehr viel gelernt hier. Ich dachte ursprünglich, ich müsste hier einfach Aufgaben bearbeiten. Aber ich lerne hier, was man durch die Zusammenarbeit in der Gruppe alles schaffen kann. Mittlerweile verstehen wir viel besser, wie das alles funktioniert, und auf was man schauen muss:  dass es verschiedene Arten von Staus gibt und wie die sich auflösen, auch, wie man sich am besten im Stau verhalten müsste.

    Eure Gruppe, Vlad, hat sich damit beschäftigt, wie man eine vorgegebene Form am besten mit Hilfe von Lego-Bausteinen nachbauen kann. Wie seid ihr dabei vorgegangen?

    Vlad: Gerade modellieren wir eine Quietscheente in 3-D-Modellen am Rechner, die wir anschließend wieder mit 3-D-Modellen der Lego-Bausteine nachbauen.

    Wir arbeiten jetzt an der Umwandlung der realen Form in Ebenen, die aus einem Array von Positionen bestehen, an denen dann entweder ein Baustein sitzt oder nicht. 

    Wie habt ihr das mathematisch umgesetzt?

    Vlad: Das haben wir mit Hilfe von analytischer Geometrie und Vektoren beschrieben. Jetzt versuchen wir die Situation mit Matrizen zu beschreiben.

    Anschließend müssen wir noch definieren, aus welchen Größen von Lego-Bausteinen das Modell dann zusammengesetzt werden soll, so dass es stabil ist. Nur mit Hilfe von 1×1-Bausteinen wäre es ja nicht möglich, ein Modell der Ente wirklich zu bauen.

    Das klingt sehr spannend, aber auch wirklich herausfordernd. Hattet ihr während der Woche denn auch Spaß?

    Vlad: Na klar. Wir haben auch nicht die ganze Zeit nur gearbeitet, sondern hatten auch schöne gemeinsame Aktionen, z.B. einen Ausflug nach Bonn zum Schwarzlicht-Minigolf. Es gab auch einen lustigen Casino-Spieleabend. Der Spaß kam also nicht zu kurz.

    Das klingt toll! Vielen Dank, dass ihr eure Eindrücke von der Mathematischen Modellierungswoche mit uns geteilt habt!

    Text: Schülerinnen und Schüler, Helmut Meixner

    Fotos: Helmut Meixner

  • Großartige Erfolge bei Jugend forscht

    Großartige Erfolge bei Jugend forscht

    Erneut erzielten Schülerinnen und Schüler des Martinus-Gymnasiums bei den Regionalwettbewerben in Koblenz, Remagen, Bad Kreuznach und Neuwied großartige Erfolge, die zeigen, welch tolle MINT-Fähigkeiten in ihnen stecken.

    Gleich viermal erhielten Gruppen den 1. Platz und qualifizierten sich damit für den Landeswettbewerb:

    Im Fachgebiet Biologie erhielten Chiara Heger und Inga Rondot (Klasse 6b) in Neuwied diese Auszeichnung für ihr Projekt „Insulinschokolade“, bei dem sie nach einer wohlschmeckenden Alternative suchten, mit deren Hilfe Diabetiker über die Mundschleimhaut mit Insulin versorgt werden könnten. Sie erhielten für die liebevolle Gestaltung ihrer Ergebnisse und Modelle darüber hinaus den Sonderpreis für den am schönsten gestalteten Stand auf dem Wettbewerb, einen Experimentierkoffer, und vertreten das MGL auf dem Landeswettbewerb Jugend forscht Junior im April in Ingelheim.

    Ebenfalls in Neuwied waren Ronja Rondot, Johanna Mielke und Lotta Rondot (MSS11, 10c, 9b) im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften am Start, wo sie die Jury mit ihrem Projekt „Nachweis eines Exoplaneten mit Amateurkamera-Ausrüstung“ überzeugten. Der Nachweis gelang und auch sie hatten tolle Modelle und Messdaten zu präsentieren, so dass sie nach ihrem 1. Platz das MGL im März auf dem Landeswettbewerb in Ludwigshafen vertreten dürfen.

    Gleich zwei Projekte werden in Ludwigshafen im Fachgebiet Physik an den Start gehen: Harun Kedikoglu, Fabian Schuh und Caner Akden (Klasse 9a) erreichten beim Wettbewerb in Koblenz den ersten Platz mit ihrem Projekt „Licht bei jedem Schritt: Stromerzeugung durch Gehenergie“, bei dem sie mit einfachen Mitteln eine Bodenplatte konstruierten, die beim Betreten für einen Stromfluss sorgte, der eine LED zum Leuchten brachte. Sie erhielten außerdem den Sonderpreis Energie für ihre anwendungsrelevante Forschung.

    Ihsan Kes (MSS 13) präsentierte auf dem Wettbewerb in Neuwied seine in Kooperation mit der Universität Bonn entstandene Arbeit „Untersuchung kosmischer Strahlung: Theoretische Einführung, Bau eines DIY-Myonendetektors“, mit der er die Jury wegen seiner selbst entwickelten und mit großem technischem Geschick umgesetzten Messapparatur für Elementarteilchen sowie seiner exzellenten theoretischen Aufarbeitung beeindruckte, die in einer mathematischen Beschreibung des von ihm beobachteten Phänomens gipfelte. Auch er löste damit die Fahrkarte zum Landeswettbewerb.

    Etliche weitere Arbeiten erhielten einen 3. Preis und weitere Sonderpreise:

    • Laurin Moll, Maximilian Koch und Tobias Dehms (Klasse 9b) mit ihrem Projekt „Revolink“ im Fachgebiet Arbeitswelt, bei dem sie eine radierbare Tinte selber entwickelten.
    • Ronja Kröger (Klasse 9a) mit dem Projekt „Mückenbekämpfung im eigenen Garten“ im Fachgebiet Biologie, für das sie außerdem noch mit dem Sonderpreis für junge Frauen in der Forschung der ZONTA-Clubs aus Koblenz sowie mit dem einwöchigen Stipendiatenkurs am Kerchensteiner Kolleg beim Deutschen Museum in München ausgezeichnet wurde.
    • Marie Diederich (MSS 11) mit dem Projekt „Proteine: natürlich essen oder künstlich ergänzen?“ im Fachgebiet Biologie in Neuwied, bei dem sie untersuchte, ob der Genuss von Lebensmitteln mit zugesetzten Proteinen sinnvoll für die Ernährung ist.
    • Lena Schneider, Emma Asteroth und Carlotta Schäfer (Klassen 9a und 9d) mit dem Projekt „Smartes Drahtlosnetzwerk“ in Remagen im Fachgebiet Mathematik/Informatik, in dem sie ein digitales Anzeigesystem für Klassenräume entwickelten.
    • Tatiana Neve, Miriam Willscheid und Kyra Kronfoth (MSS 11) mit ihrem Projekt „Gebärdensprache-Übersetzer“, für das sie außerdem mit dem Sonderpreis „Elektronik, Energie- oder Informationstechnik“ sowie dem Sonderpreis für den schönsten Stand auf dem Wettbewerb in Bad Kreuznach ausgezeichnet wurden.
    • Roman Spitzer (MSS 13), der sich in seiner Facharbeit der „Akustik im Saxophon: Die Einflussnahme des Saxophonkörpers auf stehende Wellen“ widmete. Darüber hinaus trat er zusammen mit seiner Band „Obstschale“ beim Koblenzer Regionalwettbewerb zur musikalischen Unterstützung der Feierstunde auf.
    • Sophia Mende (Klasse 9b) erhielt für ihr Projekt „Hat Kresse eine Lieblingsfarbe?“, bei dem sie den Einfluss der Wellenlänge auf die Fotosyntheserate studierte, in Remagen als Sonderpreis ein Jahresabonnement der Zeitschrift Natur.
    • Unsere jüngsten Teilnehmer Lilli Knopp und Anton Blum (Klasse 5a) wurden für ihr Projekt „Bau eines mit solarerzeugtem Windströmen angetriebenen Segelboots“ im Fachgebiet Technik in Remagen als Sonderpreis mit einem Kosmos-Experimentierkasten ausgezeichnet.

    Wir danken allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern an den Jugend forscht-Wettbewerben für ihre engagierten Forschungen, gratulieren allen Preisträgerinnen und Preisträgern zu ihrem tollen Abschneiden und drücken nun unseren neun Regionalsiegerinnen und Regionalsiegern die Daumen für die nächste Wettbewerbsrunde!

    Text: Helmut Meixner

    Fotos: Sascha Ditscher, Tobias Lehmann, Andreas Brodesser, Helmut Meixner