+++ Termine der Schulbuchausgabe für das Schuljahr 2026/27: 06.08.2026 09:00-16:00 Uhr , 13.08.2026 und 20.08.2026 +++

Kategorie: Demokratiebildung

  • Stufe 10 – Abschlussfahrt nach Berlin

    Stufe 10 – Abschlussfahrt nach Berlin

    Am Montag, den 18. Mai, ging es für alle drei Klassen aus der Stufe 10 früh morgens nach Berlin für unsere Abschlussfahrt. Mit einem hübschen Doppeldeckerbus tuckerten wir durch halb Deutschland 9 Stunden in Richtung Hauptstadt.
    Gegen 16 Uhr kamen wir in unserem Hostel ganz in der Nähe des Hauptbahnhofes an. Nach einem chaotischen Check-In und einer ersten Begutachtung der Zimmer wurde eine erste Tour durch Berlin gemacht. Die anderen Klassen durften dies frei ohne Lehrer machen, während wir, die 10a, natürlich wieder mit den Lehrern und „vorbereiteten“ Präsentationen rumliefen.
    Zum Glück war das aber schnell geschafft. In der darauffolgenden Freizeit gingen die meisten etwas Essen, wir waren z.B. bei Goldies Burger essen.
    Um 22 Uhr mussten wir wieder im Hostel sein wegen der Nachtruhe. Geschlafen haben aber die wenigsten. Meistens wurde zusammen in den Zimmern noch geredet, in der Lobby Karten gespielt oder auf den Fluren rumgelaufen.

    Am nächsten Morgen waren aber trotzdem alle fit und munter um 8 Uhr beim Frühstück.
    Danach hieß es auf nach Hohenschönhausen, ein ehemaliges Gefängnis aus der DDR. Für rund 90 Minuten wurden wir klassenweise von Zeitzeugen durch die verschiedenen Gefängnisgebäude geführt. Ein Anblick und eine Historie, die einem direkt die Laune verderben.
    Nach den Führungen ging es mit dem Bus in die Stadtmitte für ein schnelles Mittagessen, und wenn ich schnell sage, mein ich auch schnell aka nur 20 Minuten. Der Zeitdruck lenkte die meisten zu KFC oder zu Munchies, einem bekannten Food Spot für Burger und Tacos.
    Danach hieß es zurück in den Bus für eine 3-stündige Stadtrundfahrt mit Führer. Bei dem schönen Wetter hätten die meisten bestimmt eine Tour zu Fuß (oder einfach Freizeit) dem Bus vorgezogen, aber ganz grauselig war es natürlich auch nicht.
    Nach der Stadtrundfahrt gab es etwas Freizeit zum Abendessen und Frischmachen, bevor es zu den verschiedenen Kulturveranstaltungen ging. Wir waren im Friedrichstadtpalast und schauten uns eine akrobatische Show mit Tanz und Gesang an. Andere waren im Berliner Ensemble, in der Staatsoper Unter den Linden, im Konzerthaus Berlin, im Grips Theater und im Chamäleon Theater. Nach den diversen Vorführungen liefen die Gruppen zurück zum Hostel, wobei unsere Gruppe mit den Lehrern einen Stopp für einen Döner machte.
    Mittwochmorgen standen Fahrradtouren mit unterschiedlichen Themen auf dem Programm. Die meisten Schüler/-innen fuhren nach Kreuzberg, aber auch Touren zu den Berliner Highlights und zur Mauer gab es. Wir waren in der letzteren Gruppe und bekamen von einer netten Führerin eine spannende Radtour entlang der Mauer mit Stopps an verschiedenen wichtigen Stellen samt kleinerer Vorträge.
    Gegen 13 Uhr waren alle mit ihren Fahrrädern zurück und wir wurden in unsere wohl verdiente Freizeit entlassen. Viele holten sich erst einmal etwas zum Essen. Danach beschäftigten sich die meisten mit Shopping oder machten eigene Touren durch unsere riesige Hauptstadt. Wir waren fürs Mittagessen zum Alexanderplatz gefahren und verbrachten dort auch unsere restliche Freizeit. Wir gingen ein bisschen Shoppen und testeten weitere Food Spots.
    Um 19:30 Uhr trafen sich alle wieder am Paul-Löbbe-Haus für unser Treffen mit Frau Ellen Demuth und unserem anschließenden Besuch des Bundestages. Rund eine Stunde erzählte uns Frau Demuth über ihren Arbeitsalltag in der Bundesregierung. Anschließend durften wir Fragen stellen und dann ging es auf zum Abendessen im Paul-Löbbe-Haus. Ich glaube, wir hatten alle ein fancy Essen erwartet, weil wir ja unter bekannten Politikern waren, aber diese Vorstellung wurde uns genommen. Das Essen war natürlich trotzdem gut, aber einen Freidrich Merz kann ich mir in dieser Kantine nicht vorstellen.
    Danach wurden wir durch einen Tunnel in das Reichstagsgebäude geführt, wo wir erstmal das Dach des Reichstages und die Kuppel besichtigen durften. Es war zwar schon spät, aber selbst im Dunkeln hat man von dort oben eine wunderschöne Sicht über Berlin. Abschließend erhielten wir einen Vortrag im Plenarsaal über den Aufbau und die Vorgehensweise der Bundesregierung. Auch ein paar Scheinabstimmungen zu Themen wie Wehrpflicht und Wählen ab 16 durften wir machen.
    Am Donnerstag standen diverse Museen, wie das Jüdische Museum, das DDR- Museum, das Computerspiele-Museum und die Alte Nationalgalerie auf dem Plan. Wir waren mit rund 20 Leuten im Jüdischen Museum und bekamen unter dem Thema „Juden und Jüdinnen in Deutschland nach 1945“ eine Tour durch die Ausstellungen. Ein wirklich interessantes und gleichzeitig bedrückendes Themenfeld.
    Gegen ca. 12 Uhr waren wir fertig und hatten bis 17 Uhr Freizeit. Ein paar blieben noch im Jüdischen Museum, während wir uns auf zum KaDeWe machten, dem Kaufhaus des Westens. Dort angekommen suchten wir uns erstmal etwas zum Mittagessen und schlenderten dann durch das KaDeWe und die angrenzenden Shopping-Straßen. Neben „durchschnittlichen“ Marken wie H&M, Adidas und Tommy Hilfiger gab es auch Luxusmarken wie Chanel, Louis Vitton und Hermès. Eine Tasche für rund 10.000 Euro lag aber leider nicht in unserem Budget.
    Nach der Freizeit machten wir eine Schiffstour auf der Spree. Auf einem kleinen Touristenboot tuckerten wir durch Berlin und konnten die Sehenswürdigkeiten, an denen wir die letzten Tage immer wieder vorbeigelaufen waren, auch mal vom Wasser aus sehen.
    Auf die Spreetour folgte wieder etwas Freizeit bis 22 Uhr, um einen letzten schönen Abend in Berlin zu verbringen. Auch zurück im Hostel wurde sich weiter munter versammelt, um die Abschlussfahrt vernünftig ausklingen zu lassen.
    Freitagmorgen, den 22. Mai, war es Zeit für die Rückfahrt. Vielen wollten die wunderschön chaotische Großstadt gar nicht loslassen und zurück in den Alltag gehen. Aber unsere Zeit war leider zu Ende.

    Ich glaube, wir sprechen für die ganze Stufe, wenn wir sagen, dass Berlin eine gelungene Abschlussfahrt war. Es war wunderbar unsere Hauptstadt endlich mal mit eigenen Augen zusehen. Die bunte Großstadt mit allem, was sie zu bieten hat, mag es gut oder schlecht sein, war eine spannende Erfahrung, die wir nicht so schnell vergessen werden.
    Berlin, du wirst uns fehlen!

    Esmeray Ceylan und Coco von Almen

  • Juniorwahl ausgezählt!

    Juniorwahl ausgezählt!

    Auch dieses Jahr durften die wahlberechtigten Schülerinnen und Schüler (Jgst. 10 – Jgst. 13) wieder an einer Simulationswahl – hier an der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz – teilnehmen. Ziel des Projektes ist es dabei, Jugendliche / Erwachsene an das Thema „Wahlen und wählen“ heranzuführen.

    Viele unserer Schülerinnen und Schüler machten von ihrem Stimmrecht Gebrauch: Die Wahlbeteiligung betrug 54,69%. Hier nun das Ergebnis der Juniorwahl zur Landtagswahl in Rheinland-Pfalz:

    Die Fachschaft Sozialkunde bedankt sich beim Wahlvorstand sowie den Wahlhelfern/innen für die Organisation sowie die Auszählung der Juniorwahl (Landtagswahl in RLP, 2026). Weiterhin gilt der Dank auch den Fachschaften Mathematik (Herr Friedsam) und Informatik (Herr Rohde) für die graphische Umsetzung der Ergebnisse.

    Fachschaft Sozialkunde

    i.V. Jens Ruhnau  

  • Politik hautnah: Podiumsdiskussion zur Landtagswahl begeistert die MSS

    Politik hautnah: Podiumsdiskussion zur Landtagswahl begeistert die MSS

    Am 24. Februar 2026 wurde das Martinus-Gymnasiums Linz zum Zentrum politischer Diskussionen: Anlässlich der bevorstehenden Landtagswahl in Rheinland-Pfalz am 22. März fand eine große Podiumsdiskussion statt, an der alle Schülerinnen und Schüler der MSS (Klassenstufen 11–13) teilnahmen – darunter zahlreiche Erstwählerinnen und Erstwähler, für die diese Veranstaltung eine besonders wertvolle Erfahrung darstellte.
    Schon der Auftakt zeigte, wie viel Engagement in der Schülerschaft steckt: In Eigenregie stellten Schülerinnen und Schüler die relevanten Parteien vor und erklärten verständlich das Wahlsystem zur Landtagswahl. Damit schufen sie eine fundierte Grundlage für den weiteren Verlauf der Veranstaltung.
    Im Anschluss folgte das Herzstück des Vormittags: eine rund eineinhalbstündige Podiumsdiskussion mit Vertreterinnen und Vertretern aus insgesamt sieben Parteien. Auf dem Podium vertreten waren Dieter Lehmann (SPD), Jan Petry (CDU), Paul Bunjes (Grüne), Susanna Henn (FDP), Tobias Härtling (BSW), Max Glätzner (Volt) sowie – stellvertretend für Lisa-Marie Jeckel (Freie Wähler) – Angela Adomeit. Daniel Steinhauser (Die Linke) konnte krankheitsbedingt leider nicht teilnehmen.
    Durch die Veranstaltung führte Sozialkundelehrer Henning Dobler, der mit viel Gespür für Dynamik und Ausgewogenheit die Schülerbeiträge und Schülerfragen in den Mittelpunkt stellte. Besonders hervorzuheben war das interaktive Konzept: Die Schülerinnen und Schüler konnten live digital Fragen stellen, die direkt in die Diskussion einflossen. Ein Faktenchecker unterstützte zusätzlich dabei, Aussagen einzuordnen und sorgte so für eine besonders fundierte Auseinandersetzung mit den Themen.
    Inhaltlich bot die Diskussion eine große Bandbreite: Von Bildungspolitik über Arbeitsplätze und wirtschaftliche Perspektiven bis hin zu sozialen Medien und der Medienkompetenz junger Menschen wurden zentrale Zukunftsfragen intensiv und teils kontrovers diskutiert. Gerade diese Vielfalt machte die Veranstaltung besonders lebendig und regte zum Mitdenken und Mitdiskutieren an.
    Die Atmosphäre war durchweg engagiert, respektvoll und von echtem Interesse geprägt. Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, wie wichtig politische Bildung ist – und wie Schule junge Menschen dazu befähigen kann, sich eine eigene Meinung zu bilden und aktiv an demokratischen Prozessen teilzunehmen.
    Ein besonderer Dank gilt auch den beiden 13er-SkG-Kursen von Herrn Dobler, die die Veranstaltung tatkräftig vorbereiteten.
    Insgesamt war die Podiumsdiskussion eine rundum gelungene Veranstaltung, die bei allen Beteiligten in bester Erinnerung bleiben wird – ein starkes Zeichen für gelebte Demokratie am Martinus-Gymnasium Linz.

    Text: Henning Dobler