Hannah Ohly aus der MSS12 hat im Rahmen eines vom MINT-EC angebotenen, englischsprachigen Online-Kurs (ebenso wie zwei weitere MGL-Schüler) intensiv und äußerst erfolgreich mit dem Bereich Data Science auseinandergesetzt und berichtet über ihre Erfahrungen:
Da ich mich sehr für Informatik interessiere und mehr im Bereich Softwareentwicklung lernen wollte, habe ich den Online-Kurs „Algorithms and complexity“ der Constructor University absolviert. Im Fokus stand dabei die Frage, wie man Probleme nicht nur irgendwie löst, sondern so effizient, dass der Computer selbst riesige Datenmengen in Sekundenschnelle verarbeiten kann.
Der Kurs bot eine spannende Mischung aus Theorie und Praxis. Neben klassischen Sortier- und Suchverfahren habe ich vor allem gelernt, wie man die Laufzeit und den Speicherbedarf von Programmen mithilfe der mathematischen Komplexitätsanalyse (der sogenannten Big-O-Notation) im Voraus berechnet. Ehrlich gesagt war der Kurs nicht besonders einfach: Man muss einiges an logischem und mathematischem Verständnis mitbringen, und da alles auf Englisch war, musste ich mich über einige Begriffe informieren. Doch der Aufwand hat sich gelohnt. Die Lerninhalte waren sehr strukturiert und die Praxisbeispiele extrem anschaulich. Wer später in Richtung Informatik, Data Science oder Software-Engineering gehen möchte, bekommt hier einen sehr guten Vorgeschmack.
Im März nahm ich vom 17.3. bis zum 20.3. am MINT-EC-Camp „Verhaltensbiologische Feldforschung“ im Opel Zoo in Wiesbaden teil. Meine Erfahrungen waren sehr positiv und diese möchte ich folgendem Beitrag schildern:
Mein MINT-EC-Camp startete in der Jugendherberge in direkter Nähe zum Stadtzentrum. Bereits im Bus vom Hauptbahnhof zur Jugendherberge traf ich drei weitere Teilnehmer des MINT-Camps, mit denen ich mich direkt gut verstand. Als wir dann zusammen in der Jugendherberge ankamen, lernte ich die weiteren kennen. Nach der Begrüßungsrunde gab uns ein Geschichtslehrer der gastgebenden Martin-Niemöller-Schule eine Stadtführung.
Am Mittwoch brachen wir direkt nach dem Frühstück auf zum Opel-Zoo. Dort angekommen gab uns ein Zoo-Biologe eine kurze Einführung in die biologische Verhaltensforschung, woraufhin wir uns in Kleingruppen ein Tier aussuchen und mithilfe der Zoo-eigenen Analyse-Tablets diese beobachten durften.
Ich entschied mich zusammen mit einem meiner Zimmernachbarn für die Erdmännchen, bei denen wir uns die Sozialdynamik und Hierarchie in der Gruppe anschauten, was sehr interessant war. Im Zoo lebt ein Erdmännchen mit amputiertem Schwanz, bei dem man deutlich veränderte Sozialverhältnisse erkennen konnte.
Den ersten Tag im Zoo beendeten wir mit meinem persönlichen Highlight des Camps, der Lemurenfütterung (siehe den Film unten). Wir durften mit dem Zoo-Wärter mit ins Affengehege und bekamen dort dann Obst und Gemüse, mit dem wir die Lemuren aus der Hand füttern durften. Bei der Fütterung kletterten die Lemuren teilweise sogar auf uns herum oder setzten sich auf unseren Schoß und ließen sich streicheln.
Am Mittwochabend hielten Schüler und Ehemalige der gastgebenden Schule Vorträge, sowohl über Biologie als auch andere Themen.
Am Donnerstag führten wir die Beobachtung unserer Tiere weiter und werteten die Ergebnisse aus. Wir kamen bei unseren Erdmännchen z.B. zu dem Ergebnis, dass das schwanzlose Erdmännchen sozial ausgeschlossen wird, wir beobachteten wie es sich aktiv von der Gruppe fernhielt und bei Versuchen, sich dieser zu nähern, attackiert wurde.
Am Freitagmorgen präsentierten wir abschließend dann den Bio LKs der Schule unsere Forschungsmethoden und Ergebnisse.
Besonders schön fand ich den Austausch mit netten Menschen in meinem Alter, wir hatten Leute aus allen Ecken Deutschlands, so freundete ich mich zum Beispiel mit Menschen aus Dresden, Münster, Mannheim und München an.
Auch die Zeitplanung war sehr gut, wir hatten neben den Aktivitäten auch viel Freizeit, und uns wurde generell viel Vertrauen entgegengebracht und Freiheiten gegeben.
Zusammenfassend kann ich die Teilnahme an einem solchen MINT-EC-Camp jedem nur wärmstens ans Herzlegen, da es einem die Möglichkeit gibt tolle Erfahrungen zu machen und nette gleichgesinnte Menschen aus ganz Deutschland kennenzulernen.
Chiara Heger und Inga Rondot gewannen für ihr tolles Jugend forscht-Projekt „Insulin-Schokolade“ auf dem Landeswettbewerb einen der begehrten Sonderpreise, nämlich einen spannenden Tag am naturwissenschaftlichen Schüler-Labor der Mainzer Universität. Am 13. Juni war es nun so weit, ins Laborleben einzutauchen. Darüber berichten die beiden begeistert:
Wir hatten einen ganz tollen Tag im NatLab. Wir sind um 7:45 Uhr in Unkel gestartet und waren pünktlich um 9:30 Uhr an der Johannes Gutenberg Universität in Mainz. Vor dem NatLab warteten schon ein paar andere Kinder, die wir bereits vom Jugend forscht Junior Landeswettbewerb in Ingelheim kannten.
Nach kurzer Wartezeit wurden wir sehr nett von der Leiterin des Labors, Frau Dr. C Welschof, begrüßt und bekamen eine Sicherheitseinweisung sowie Kittel und Brillen. Nachdem unsere Eltern gegangen waren ging es los. Wir wurden in 3er-Gruppen aufgeteilt und jede Gruppe bekam eine eigene Betreuerin, um die verschiedenen Experimente durchzuführen.
Wir haben viele tolle Sachen gemacht , wie z.B. Slime , verschiedenfarbige Flammen, Wunderkerzen und wir haben untersucht welche Stoffe magnetisch sind und welche wasserlöslich. Wir haben Pflanzenfarbstoffe extrahiert und ein Chemie-Märchen genau untersucht 🙂
Zwischendurch gab es leckere Pizza, aber das beste kam zum Schluss, als wir unser eigenes Eis aus Beeren und flüssigem Stickstoff gemacht haben. Das war das leckerste Eis aller Zeiten.
Am liebsten würden wir morgen direkt anfangen dort zu studieren…
Beim diesjährigen Wettbewerb Leben mit Chemie drehte sich unter dem Motto „Bring es zu Papier!“ alles um die Herstellung von Recycling-Papier aus alten Zeitungen. Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 9c von Frau Tironi und 9d von Frau Martini tüftelten über Wochen an ihren perfekten Papieren: Quellen, Flotation, Schöpfen, Gautschen, Pressen, Glätten, Leimen, Färben und Bleichen standen auf dem Programm. So verwandelte sich der Chemieraum – und bei einigen noch zusätzlich die heimische Küche – in eine Papierwerkstatt. Die hergestellten Papiere wurden in weiteren Experimenten auf ihre Eignung untersucht. Die Schülerinnen und Schüler dokumentierten ihre Experimente und werteten sie auf einem hohen Niveau aus, ordneten ein und recherchierten für die zusätzlichen theoretischen Aufgaben. Dies honorierte die Wettbewerbsjury mit einigen Siegerurkunden in beiden Klassen. Olivia Lange und Carlotta Schäfer (9d) wurden sogar mit einer Ehrenurkunde mit Buchgutschein ausgezeichnet und für ihre „sehr gelungene und kreative Arbeit“ gelobt. Herzlichen Glückwunsch an alle Preisträger aus der Fachschaft Chemie!
„Die spannende Welt der Insekten“ begeistert 9. Klässler:innen
Bereits zum 4. Mal fand im Rahmen des regionalen MINT-EC-Netzwerks Bonn/Rhein-Sieg/Ahr vom 05.-07. Mai 2026 ein gemeinsam organisiertes MINT-EC-Camp zum Thema „Insekten“ statt. Die 16 Schüler:innen der 9. Klasse kamen von 10 verschiedenen MINT-EC-Schulen aus der Region und wurden von 8 Lehrkräften, die wiederum an 7 verschiedenen Schulen arbeiten, wechselweise begleitet. Das MGL war durch Ronja Kröger aus der Klasse 9a vertreten. Alle Beteiligten waren rundum begeistert. Hier folgen nun Berichte zu den verschiedenen Workshopteilen:
Insekten als zukünftiges Nahrungsmittel
(Ein Bericht von Charlotte Franken & Melina Stark, Alexander-von-Humboldt-Gymnasium, Bornheim)
Am Vormittag des ersten Tages des MINT-EC-Camps haben wir uns mit dem Thema „Insekten als Nahrungsmittel der Zukunft“ beschäftigt.
In der Küche des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums in Bornheim bereiteten wir Waffeln mit gemahlenen Buffalowürmern, Pizza mit Mehlwürmern und kleinen Grillen als Topping sowie Obstspieße mit Schokoladen überzogenen Früchten und Heuschrecken zu. Anfangs kostete es viele von uns etwas Überwindung die Insekten zu essen, doch schließlich fanden die meisten, dass die Insekten überraschend normal und sogar leicht nussig schmeckten. Insgesamt war es ein spannendes Erlebnis, und es hat Spaß gemacht, etwas Neues auszuprobieren und darüber nachzudenken, ob Insekten eine zukunftsfähige Alternative zu Fleisch sein könnten.
Insekten im Museum Koenig
(Ein Bericht von Nori Dietzel, Gymnasium zum Altenforst, Troisdorf)
Passend zum einsetzenden Tröpfeln des Himmels, verbrachten wir den Dienstagnachmittag im Museum König. Vor Ort wurden wir sehr nett von Frau Bulian (Helmholz-Gym.) und Frau Strempel (EMA) empfangen und bekamen direkt eine kurze Führung durch das beeindruckende Museum, bei dem wir uns sogar die für normale Besucher unzugängliche „ornithologische Bibliothek“ von Alexander von Koenig, welche später für kurze Zeit das Büro von Adenauer gewesen ist, anschauen durften. In einem kurzen Vortrag brachten uns die Biologielehrerinnen die grundlegenden Verwandtschaften, Merkmale und Fachbegriffe zum Thema „Insekten“ näher. Am Ende des Vortrags durften wir verschiedene Insekten, wie zum Beispiel ein wandelndes Blatt, auf die Hand nehmen! Unser letzter Auftrag am ersten Tag des Insektencamps war, eine kurze Präsentation über ein spezielles Insekt anzufertigen. Dazu durften wir uns frei im Museum bewegen und so Infos sammeln. Spätestens in der aktuellen Sonderausstellung „Facettenreiche Insekten“ wurde jeder fündig, so dass der abschließende Gallery Walk das Thema des Vormittags aufgriff: ein wahres Wissensbuffet!
Imkern am EMA
(Ein Bericht von Merle Berghausen und Fabia Daerr, Helmholtz-Gymnasium, Bonn)
Am Mittwochmorgen haben wir am Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium geimkert. Zuerst haben wir eine Einführung ins Thema Imkern bekommen und uns verschiedene Gegenstände dazu angeschaut. Danach sind wir zu den Bienenstöcken gegangen, haben sie geöffnet und alles erklärt bekommen. Das Ganze war sehr interessant und hat trotz des Regens Spaß gemacht.
Blüten und ihre Bestäuber im Botanischen Garten
(Ein Bericht von Frau Neumann, Hardtberg-Gymnasium, Bonn)
Am Nachmittag unseres zweiten Tages stand der botanische Garten in Bonn-Poppelsdorf auf dem Programm. Nach einer Einführung in verschiedene Bestäubungsarten folgte eine Tour durch den Garten über Blüten und ihre passenden Bestäuber, die leider wegen des starken Regens abgekürzt werden musste. Im Labor der Grünen Schule konnten anschließend noch Insekten-Präparate und Blüten unter dem Mikroskop betrachtet sowie Experimente durchführt werden. So lernten wir, dass eine Kastanienblüte über ein faszinierendes Farb-Experiment anzeigt, ob sie bereits bestäubt wurde: Sobald eine Biene die Blüte erfolgreich bestäubt hat, verfärben sich gelbe Flecken auf den Blütenblättern über Orange zu Dunkelrot und die Blüte stellt die Nektarproduktion ein.
Blattschneiderameisen und Fauchschaben im Kölner Zoo
(Ein Bericht von Johanna Scheufen und Fleur Wallerstein vom Peter-Joerres-Gymnasium, Ahrweiler)
Am dritten und letzten Tag haben wir den Kölner Zoo besucht, um weitere Einblicke in das Konzept des Zoos zur Artenerhaltung, aber vor allem zu unserem eigentlichen Thema, in die Welt der Insekten, zu erhalten. Hierfür haben wir uns die Insektenabteilung mit den Ameisen ausgiebig angeschaut. Danach haben wir mit Experimenten noch mehr über Fauchscharben, ihre Wahrnehmungsarten, präferierten Umgebungen und ihren Orientierungssinn herausgefunden. Zu guter Letzt gab es noch eine Führung hinter die Kulissen, die uns exklusive Einblicke geboten hat.
Bei der Veranstaltung „MINT am Abend“ stellten Schülerinnen und Schüler von Klasse 5 bis hin zu Abiturienten ihre vielfältigen experimentellen Arbeiten im MINT-Bereich einer breiten Öffentlichkeit vor. Dieses am MGL neue Veranstaltungsformat war gleich bei seiner ersten Auflage ein voller Erfolg: Eine große Zahl von Eltern sowie von Mitschülerinnen und Mitschülern folgte der Einladung und war beeindruckt von der Breite an Themenstellung, die sich die Jugendlichen ausgesucht hatten, und den spannenden experimentellen Ansätzen sowie den hohen wissenschaftlichen Standards, die die Arbeiten aufwiesen.
Bereits die NawiPLUS-Klassen der Jahrgangsstufen 5 und 6 zeigten in einem eigenen Klassenraum, welch spannende Projekte sie im Rahmen der NawiPLUS-Stunden verwirklicht haben: es wurden Bauteile mit Hilfe von Pilzmycel erzeugt, die Zahnverfärbung durch verschiedene Getränke wurde untersucht, der Einfluss von Strom auf das Pflanzenwachstum studiert, die Lärmbelastung im Unterrichtsalltag unter die Lupe genommen und vieles mehr. Die jungen Schülerinnen und Schüler wussten den Besuchern fundiert Rede und Antwort zu stehen, sogar auf Englisch, als sich Conny Modig, der Schulleiter unserer schwedischen Partnerschule, über die Projekte informieren ließ. Auch er war sehr beeindruckt, von den tollen Präsentationsleistungen unserer Jungforscherinnen und Jungforscher.
Die Preisträgerinnen und Preisträger bei den Jugend-forscht-Wettbewerben traten bei MINT am Abend im Rahmen eines Science Slams an, in dem sie ihre Projekte in kurzweiligen, allgemein verständlichen Vorträgen dem Publikum vorstellten. Auch hier beeindruckte die Themenvielfalt: Von Insulinschokolade (Chiara Heger, Inga Rondot, 6b) und einem KI-Gebärdensprachen-Übersetzer (Miriam Willscheid, Kyra Kronfoth, Tatiana Neve, MSS 11) über Proteinriegel (Marie Diederich, MSS 11) und einer Apparatur zur Nutzung von Geh-Energie (Harun Kedikoglu, Caner Akden, Fabian Schuh, 9a) bis hin zu einem Myonendetektor (Ishan Kes, MSS 13) und der Erforschung von Exoplaneten (Lotta Rondot, 9b, Johanna Mielke, 10c, Ronja Rondot, MSS12). Nach sechs inspirierenden Vorträgen hatte das Publikum die Qual der Wahl: es bestimmt mittels eines Online-Votings über die Gewinner des 1. Linzer Science Slams. Dieser Preis ging an Chiara Heger und Inga Rondot.
Umrahmt wurde die Veranstaltung von unserer Schulband Obstschale, die aus fünf Schülern der MSS13 besteht, die an diesem Abend den letzten Auftritt ihrer Schulkarriere hinlegten und das Publikum noch einmal mit ihrem tollen Band-Sound begeisterten.
Allen Beteiligten an diesem Abend ein herzliches Dankeschön! Ihr habt den MINT-Bereich des MGLs toll vertreten!!! Und die begeisterte Resonanz beim Publikum verlangt nach einer Neuauflage von MINT am Abend im kommenden Jahr – bestimmt auch dann wieder mit ganz vielen neuen, spannenden Forschungsfragen.
Timo Kröger (MSS 11) ist einer unserer aktivsten MINT-Camp-Besucher: In diesem Schuljahr hat er sogar drei MINT-Camps besucht:
das MINT-EC-Camp „Zukunft Werkstoffe“ an der TU Freiberg in Sachsen
das MINT-EC-Forum „Vorhersage der Lebenserwartung mit künstlicher Intelligenz“, das online vom CAMMP („Computational And Mathematical Modeling Program“) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) veranstaltet wurde sowie
das regionale MINT-EC-Camp „Künstliche Intelligenz“ am Rhein-Ahr-Campus in Remagen
Im folgenden Interview berichtet er über seine Erfahrungen und Erkenntnisse.
Timo, du hast gleich zwei MINT-Camps zum Thema KI gemacht. Ist das für dich ein besonders wichtiges Thema?
Ja, ich bin an dem Thema sehr interessiert, da ich generell IT interessant finde und KI in diesem Feld immer wichtiger wird.
Was waren das für Camps, an denen du teilgenommen hast?
In beiden Camps gingen darum, die Grundlagen von KI kennen zu lernen und auf praktische Weise rauszufinden, wie sie funktioniert und wie man sie einsetzen kann.
Wie liefen die Camps denn ab?
Das eine Camp war in Remagen an der Hochschule, wo wir von den Professoren Vorlesung darüber erhalten haben, wie man KI nutzen sollte. Und wir haben auch ein bisschen herumprobiert, wie man eine KI selber programmieren kann.
Außerdem haben wir in einem Rundgang über das Gelände gemacht, um die Hochschule und auch das Uni-Leben ein bisschen kennen zu lernen. Da wir alle noch nicht an einer Uni waren, war das sehr interessant für uns zu sehen, wie es da so laufen wird.
Das andere Camp wurde vom KIT organisiert und ist online abgelaufen. Wir haben uns alle in einer Videokonferenz getroffen und dann ein in einem Programm zusammen gelernt, wie eine KI programmiert wird. Anschließend wurde besprochen, wie das funktioniert und wie man es anwenden kann.
Was hast du grundsätzlich für Erfahrungen gemacht mit solchen MINT-Camps?
Für mich waren solche Camps immer sehr gut, um mit Leuten in Kontakt zu kommen, die an ähnlichen Themen interessiert sind wie ich. Es macht Spaß, sich solchen Dingen auch neben der Schule zu nähern. Man macht die Erfahrung, dass man anders auf die Themen schauen kann und viel von anderen Leuten lernen kann, die sich vielleicht noch ein bisschen mehr damit beschäftigt haben und so die Sachen besser und genauer erklären können.
Du warst ja nicht nur in Sachen KI unterwegs. Neulich warst du noch auf einem weiteren Camp, diesmal ging es um die Zukunft von Technik. Was lief da ab?
Genau, es ging bei diesem Camp um die Zukunft von Werkstoffen, vor allem um Stahl. Ich habe dort mehr drüber gelernt, wie man Stahl herstellt, wie man ihn benutzt, wie vielseitig er ist und wie viel von diesem Werkstoff gebraucht wird. Andererseits haben wir auch noch ein bisschen über andere Werkstoffe neben Stahl, gelernt, vor allem, wie sie hergestellt werden und wie sie verwendet werden.
Wir haben das Ganze aber vor allem praktisch gelernt, da wir die Prozesse an der Uni teilweise selber ausprobieren konnten, weil sie Anlagen hatten, die das Ganze in klein nachstellen. Anschließend waren wir dann noch in einem großen Stahlwerk, das in der Nähe war, wo wir uns den ganzen Prozess noch im industriellen Maßstab anschauen konnten.
Und du hast auch selber geschmiedet während des Camps?
Richtig, den Stahl, den wir an der Uni zum Ausprobieren selber hergestellt hatten, konnten wir am Ende noch schmieden – mit Hammer und Amboss. Andererseits hatten die dort aber auch etwas größere Schmiede-Geräte im industriellen Maßstab. Die durften wir leider nicht selber bedienen, aber wir durften zusehen, wie damit etwas geschmiedet wurde. Spannend waren auch die Walzen, mit denen das Stahlblech gewalzt wurde.
Vielen Dank für deine Eindrücke, Timo! Du scheinst auf den Camps ja wirklich interessante Einblicke in industrielle Prozesse gewonnen zu haben!
Auch in diesem Jahr nahmen am MGL wieder viele Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 7 und 8 am Landeswettbewerb Mathematik teil. Von den fast 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmern erreichten neun einen dritten Platz, vier einen zweiten und ebenfalls vier sogar einen ersten Platz. Alle Preisträgerinnen und Preisträger haben sich damit für die zweite Runde im nächsten Jahr qualifiziert.
Hr. Schmacke gratulierte allen Siegerinnen und Siegern, insbesondere natürlich denjenigen, die sogar einen ersten Platz erreicht haben: Anh Vu (7a), Mika Richarz (7c), Daria Zalesskaja (8a) und Klara Weiß (8c). Herzlichen Glückwunsch!
Im folgenden berichtet unser Schüler Laser Ergin aus der MSS 12 von seinen tollen Erfahrungen beim Besuch eines MINT-EC-Camps:
Im Januar 2026 nahm ich am MINT-EC-Camp zum Thema „Management“ in Freiberg teil. Die mehrtägige Veranstaltung richtete sich an Schülerinnen und Schüler von MINT-EC-Schulen aus unterschiedlichen Regionen Deutschlands und sollte Einblicke in betriebswirtschaftliche Abläufe sowie in das Universitätsleben vermitteln.
Nach der Ankunft begann das Programm mit einer Vorstellungsrunde, bei der sich alle Teilnehmenden und die beiden Betreuerinnen kennenlernten. Anschließend begrüßte uns ein Professor und gab einen ersten Überblick über die Inhalte der kommenden Tage. Danach erkundeten wir die Stadt Freiberg bei einer Geocaching-Aktion. Am Abend bezogen wir die Jugendherberge und bereiteten dort gemeinsam das Essen zu. Die Gestaltung des Abends lag weitgehend in unserer eigenen Verantwortung. Voraussetzung war lediglich, am nächsten Morgen pünktlich und vorbereitet zu sein.
Am Dienstag starteten wir um 8 Uhr mit dem Frühstück. Danach fuhren wir mit dem Bus zur Reichen Zeche, einem zur Universität gehörenden Lehrbergwerk. Während einer Führung erhielten wir spannende Einblicke in die praktische Ausbildung und Forschung.
Um 13.15 Uhr folgte ein Vortrag über die Entwicklung von eigenen Geschäftsideen und inwiefern ein Studium dabei sinvoll sein kann. Am Nachmittag arbeiteten wir am „Tower-Game“. In Teams sollten wir einen Turm bauen, der bestimmten Anforderungen entsprach und ein Gewicht von 200 Gramm tragen konnte. Die Aufgabe verdeutlichte, wie wichtig Abstimmung, sorgfältige Planung und Kooperation in Betrieben sind. Ab 17 Uhr hatten wir Freizeit.
Der Mittwoch begann um 9 Uhr und stand im Zeichen der „Circular Economy“. Zunächst nahmen wir an einem Entscheidungsexperiment teil. Je nach gewählter Option erhielten die Teilnehmenden unterschiedliche Geldbeträge und gleichzeitig beeinflussten die Entscheidungen, wie viel in Umweltmaßnahmen investiert wurde. Am Ende erhielt eine ausgeloste Person den tatsächlich erwirtschafteten Betrag.
Nach dem Mittagessen besuchten wir die sogenannte „CAVE“, einen Raum mit mehreren Projektionsflächen, der immersive Darstellungen ermöglicht. Am Nachmittag folgte ein Planspiel zum Thema „Lieferkettenmanagement. Die einzelnen Stationen von der Produktion bis zum Endverbraucher wurden von den Gruppen übernommen. Ziel war es, die Prozesse so zu organisieren, dass die Nachfrage am Ende gedeckt werden konnte. Bereits zu Beginn zeigte sich die Bedeutung einer guten Kommunikation. Das Planspiel machte die Komplexität globaler Lieferketten deutlich. Anschließend stand uns erneut Freizeit zur Verfügung.
Am Donnerstag fand der Fakultätstag der Universität statt. Zunächst besuchten wir eine gemeinsame Veranstaltung im Hörsaal. Danach konnten wir aus verschiedenen Angeboten auswählen, etwa einem BWL-Schnupperkurs oder einem Vortrag zu Social Media Marketingstrategien. Gegen 13.45 Uhr endete das Camp offiziell und wir traten die Rückreise an.
Zusammenfassend bot das MINT-EC-Camp einen umfassenden Einblick in verschiedene Bereiche der Wirtschaft, des Managements und in das Studium an einer Universität. Neben fachlichen Aspekten wurden im Rahmen der Veranstaltung vor allem Selbstständigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Teamfähigkeit gestärkt.
Seit letztem Sommer gehört das Martinus-Gymnasium Linz zum Kreis der MINT-EC-Schulen. Sehr viele Schülerinnen und Schüler haben auch in diesem Jahr eine Vielzahl von MINT-Projekten verwirklicht und möchten nun ihre mathematischen, technischen und naturwissenschaftlichen Forschungsarbeiten einer breiteren Öffentlichkeit präsentieren. Die Jugendlichen können mit ihren Vorträgen in einem Science Slam auch einen Publikumspreis gewinnen.
Unsere Schule war auch in diesem Jahr wieder mit einer ganzen Reihe von Projekten bei Jugend Forscht vertreten. Diese Arbeiten und weitere Projekte aus dem MINT-Bereich sollen bei MINT am Abend in einer unterhaltsamen Weise präsentiert werden, zum einen in Form von kurzen Vorträgen, aber auch im Rahmen einer Wissenschafts-Ausstellung.
Alle an MINT Beteiligten des MGL hoffen auf eine rege Teilnahme an MINT am Abend. Scheuen Sie sich nicht zu kommen, auch wenn Sie bisher nur wenig Einblicke in mathematische und naturwissenschaftliche Fragestellungen hatten, die Referentinnen und Referenten werden ihre Themen für Groß und Klein allgemein verständlich präsentieren. Freuen Sie sich auf eine spannende und unterhaltsame Wissenschafts-Show, an deren Ende Sie als Publikum bestimmen, wer die Siegerin oder der Sieger im 1. Linzer Science Slam wird.
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